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Hedgefonds-Manager setzt auf drei unterbewertete Außenseiter-Aktien

Charles Lemonides von ValueWorks empfiehlt Aktien, die im Vergleich zu größeren Wettbewerbern unterbewertet sind.

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Hedgefonds-Manager setzt auf drei unterbewertete Außenseiter-Aktien

Der Gründer von ValueWorks, Charles Lemonides, rät Anlegern, den Blick nicht nur auf die dominierenden Unternehmen einer Branche zu richten. In einem aktuellen Interview mit MarketWatch betonte er, dass kleinere Konkurrenten oft ein besseres Wertverhältnis bieten. „In bestimmten Branchen herrscht die irrige Annahme vor, dass der Gewinner alles gewinnt“, sagte Lemonides. „Es gibt jedoch Chancen bei übersehenen Aufsteigern.“

Diese Einschätzung kommt zu einer Zeit, in der viele Anleger weltweit auf die großen Tech- und Industriekonzerne setzen. Der sogenannte „Winner-takes-all“-Effekt ist ein verbreitetes Narrativ an den Börsen. Lemonides hält diese Sichtweise für irreführend. Seiner Analyse zufolge gibt es in mehreren Sektoren kleinere Unternehmen, die fundamental stark aufgestellt sind, aber von der Masse der Investoren übersehen werden.

Der Value-Ansatz von Lemonides

Charles Lemonides ist kein Unbekannter in der Welt des Value-Investings. Mit ValueWorks verfolgt er eine Strategie, die auf unterbewertete Titel mit Aufholpotenzial abzielt. Sein aktueller Fokus liegt auf drei Außenseitern, die er als vielversprechend einstuft. Konkrete Unternehmensnamen nannte er in dem Interview nicht, doch seine Botschaft ist klar: Wer nur auf die Marktführer schaut, verpasst möglicherweise die interessanteren Renditechancen.

Der Hedgefonds-Manager argumentiert, dass die Bewertungsunterschiede zwischen Branchenriesen und kleineren Wettbewerbern in einigen Fällen übertrieben seien. Während die Großen oft mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen gehandelt werden, sind die Kleinen vergleichsweise günstig zu haben. Dieses Ungleichgewicht biete sich für geduldige Anleger an.

Chancen in übersehenen Nischen

Lemonides' Strategie erinnert an klassische Value-Prinzipien, wie sie etwa von Warren Buffett populär gemacht wurden. Der Unterschied liegt jedoch im Fokus auf Außenseiter. Der ValueWorks-Gründer ist überzeugt, dass in Branchen mit vermeintlichen Monopolstellungen die kleineren Akteure oft die besseren Wachstumsgeschichten zu bieten haben.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Ansatz besonders interessant. Während der DAX von großen Namen wie SAP, Siemens oder der Deutschen Telekom dominiert wird, tummeln sich im Nebenwertebereich zahlreiche Unternehmen, die ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten, aber deutlich niedriger bewertet sind. Lemonides' These lässt sich somit auch auf den deutschen Markt übertragen.

Fazit: Der Blick abseits des Mainstreams

Charles Lemonides rät Anlegern, die gängige Marktmeinung zu hinterfragen. Nicht immer ist der größte Player auch die beste Investition. Sein Appell: Die Chancen bei übersehenen Aufsteigern aktiv suchen und nicht blind auf die Dominanz der Branchenführer vertrauen. Der Markt sei eben kein „Winner-takes-all“-Spiel – und genau darin liege die Chance für kluge Anleger.

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