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Goldpreis vor Monatsplus trotz leichter Verluste

US-Inflationsdaten und Zinserwartungen bestimmen das weitere Marktgeschehen

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Goldpreis vor Monatsplus trotz leichter Verluste

Gold notierte am Freitag leicht schwächer, steuert jedoch trotz der jüngsten Verluste auf ein deutliches Monatsplus zu. Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung sind die Inflationsdaten aus den USA, die noch im Laufe des Tages veröffentlicht werden und entscheidende Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnten. Der Preis für Spotgold gab um 0,1 Prozent nach und lag bei 3.414,07 US-Dollar je Feinunze. Im August konnte das Edelmetall bislang um 3,6 Prozent zulegen und erreichte am Donnerstag mit 3.423,16 Dollar den höchsten Stand seit dem 23. Juli. Die Gold-Futures für Dezember gaben ebenfalls um 0,1 Prozent nach und notierten bei 3.471,70 Dollar.

Marktbeobachter sehen in der psychologisch wichtigen Marke von 3.400 Dollar derzeit eine stabile Grenze, um die sich der Kurs bewegt. Laut Analysten hat neben dem leichten Aufwerten des US-Dollar auch die Zurückhaltung der Anleger vor der Veröffentlichung des Preisindex für persönliche Konsumausgaben Einfluss auf die Entwicklung. Der Dollar legte zwar geringfügig zu, verzeichnet jedoch im Monatsvergleich einen Rückgang von 2,2 Prozent. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen bewegten sich knapp über dem Tief der vergangenen zwei Wochen, steuern aber ebenfalls auf ein Minus für den August zu.

Der PCE-Index, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank, könnte die Erwartungen für mögliche Zinssenkungen maßgeblich beeinflussen. Sollte der Anstieg stärker ausfallen als befürchtet, könnte dies den Goldpreis wieder unter die Marke von 3.400 Dollar drücken. Bleibt die Teuerung im Rahmen, sehen Experten gute Chancen, dass die Notierungen oberhalb dieser Schwelle gehalten werden. Gold gilt traditionell als attraktiv in einem Umfeld niedriger Zinsen, da das zinslose Edelmetall dann gegenüber verzinslichen Anlagen an Attraktivität gewinnt.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der Fed im September wird an den Märkten aktuell mit 85 Prozent beziffert. Fed-Gouverneur Christopher Waller hatte am Donnerstag seine Unterstützung für eine baldige Lockerung der Geldpolitik bekräftigt und dabei für eine Senkung der kurzfristigen Kreditkosten bereits im kommenden Monat plädiert.

Parallel dazu nahm die Nachfrage nach physischem Gold in Indien zuletzt leicht zu. Trotz gestiegener Preise stockten dort Juweliere ihre Bestände auf, um vor Beginn der kommenden Festsaison gerüstet zu sein.

Auch andere Edelmetalle gaben nach. Silber fiel um 0,4 Prozent auf 38,91 Dollar je Feinunze, Platin verlor 1,1 Prozent auf 1.343,98 Dollar und Palladium notierte mit einem Rückgang von 0,3 Prozent bei 1.099 Dollar.

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