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Goldpreis bleibt schwach nach Zollpause

Einigung zwischen USA und China schwächt Nachfrage nach sicherem Hafen

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 Goldpreis bleibt schwach nach Zollpause

Der Goldpreis bewegte sich am Dienstag in der Nähe eines mehr als einwöchigen Tiefs, das in der vorangegangenen Sitzung erreicht worden war. Hintergrund ist ein Abkommen zwischen den USA und China, das eine vorübergehende Aussetzung gegenseitiger Strafzölle vorsieht. Dieses Signal der Entspannung in den Handelsbeziehungen beider Länder führte zu einer erhöhten Risikobereitschaft an den Märkten und minderte die Attraktivität von Gold als sicherer Anlagehafen.

Zum Zeitpunkt 03:09 GMT notierte der Spot-Goldpreis bei 3.230,99 US-Dollar pro Unze und blieb damit nahezu unverändert. In der vorherigen Sitzung war der Preis um 2,7 Prozent gefallen. Die US-Gold-Futures verzeichneten einen leichten Anstieg um 0,2 Prozent auf 3.235,20 US-Dollar.

Nach zweitägigen Verhandlungen in Genf einigten sich die Vereinigten Staaten und China darauf, die Zölle für einen Zeitraum von drei Monaten deutlich zu senken. Die US-Zölle auf chinesische Importe wurden von 145 auf 30 Prozent reduziert, während die chinesischen Gegenzölle auf US-Waren von 125 auf 10 Prozent fielen. Diese Maßnahmen führten weltweit zu einem Anstieg der Aktienmärkte. Zuvor hatten sich beide Länder im vergangenen Monat gegenseitig mit Strafzöllen belegt und damit einen Handelskrieg ausgelöst.

Laut dem Chefmarktanalysten von KCM Trade, Tim Waterer, hat die Aussicht auf bessere Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt die Risikoneigung gestärkt und die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold verringert. Gleichzeitig habe eine Stabilisierung des US-Dollars dem Goldpreis zu einem leichten Anstieg verholfen.

US-Notenbankgouverneurin Adriana Kugler erklärte, die Aussetzung der Importzölle verringere die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Leitzinsen senken müsse, um einer wirtschaftlichen Abschwächung entgegenzuwirken. Marktteilnehmer erwarten derzeit eine Zinssenkung um insgesamt 55 Basispunkte im laufenden Jahr, beginnend im September.

Händler warteten im weiteren Tagesverlauf auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindexes, der Hinweise auf den künftigen Kurs der Geldpolitik liefern könnte. Gold gilt in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit traditionell als sichere Anlage und profitiert in der Regel von einem Umfeld niedriger Zinsen.

Tim Waterer betonte, dass trotz der jüngsten Korrektur weiterhin Kaufinteresse bei Kursrückgängen bestehe, da wirtschaftliche und geopolitische Risiken nicht vollständig verschwunden seien. Die Bank Citi prognostizierte eine anhaltende kurzfristige Konsolidierung des Goldpreises in einer Spanne von 3.000 bis 3.300 US-Dollar und senkte das Preisziel für die kommenden drei Monate auf 3.150 US-Dollar.

Silber legte um 0,6 Prozent auf 32,78 US-Dollar pro Unze zu, Platin stieg um 0,8 Prozent auf 982,70 US-Dollar, während Palladium um 0,4 Prozent auf 942,19 US-Dollar nachgab.

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