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Goldpreis stabilisiert sich nach US-Daten

Neue Zölle von Trump und Inflationsdaten rücken in den Fokus der Anleger

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Goldpreis stabilisiert sich nach US-Daten

Gold hat sich am Freitag stabil gezeigt, nachdem neue Konjunkturdaten aus den USA die Erwartungen weiterer Zinssenkungen der Federal Reserve gedämpft haben. Gleichzeitig stützten frische Strafzölle von US-Präsident Donald Trump den Markt, während Investoren auf ein wichtiges Inflationssignal in den kommenden Stunden warteten. Der Preis für Spotgold lag am Morgen bei 3.748,41 Dollar je Unze und bewegte sich kaum, nachdem er im Verlauf der Woche bereits um 1,6 Prozent zugelegt hatte. Auch die Dezember-Futures auf Gold blieben mit 3.774,50 Dollar nahezu unverändert.

Analysten beobachteten eine eher zögerliche Haltung vieler Marktteilnehmer. Händler hielten sich zurück, da sie auf die Veröffentlichung des Preisindex für private Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank, warteten. Zuvor hatten Daten gezeigt, dass die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gesunken waren. Zudem hatte die Wirtschaft im zweiten Quartal stärker als zunächst geschätzt zugelegt, getragen von einer robusten Konsumnachfrage und steigenden Unternehmensinvestitionen.

Diese Entwicklung führte dazu, dass Investoren ihre Einschätzungen zu möglichen Zinssenkungen im Herbst neu justierten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Oktober fiel von 91 auf 85 Prozent, während für Dezember nur noch eine 60-prozentige Chance gesehen wurde, nachdem zuvor 76 Prozent erwartet worden waren. Die Berechnungen stammen vom CME FedWatch Tool, das die Erwartungen des Marktes zu geldpolitischen Schritten abbildet.

Für zusätzliche Spannung am Markt sorgte die Ankündigung neuer Importzölle durch Präsident Trump. Ab dem 1. Oktober soll eine breite Palette von Waren mit höheren Abgaben belegt werden. Beobachter gehen davon aus, dass die daraus entstehenden Unsicherheiten Anleger in sichere Häfen wie Gold treiben könnten, was mögliche Verluste beim Edelmetall begrenzen dürfte.

Parallel dazu richtet sich der Blick auf die anstehenden Inflationsdaten, die laut einer Umfrage mit einem monatlichen Anstieg um 0,3 Prozent und einem Zuwachs um 2,7 Prozent im Jahresvergleich erwartet werden. Währenddessen ließ die physische Goldnachfrage in China weiter nach, wohingegen in anderen asiatischen Märkten trotz der hohen Preise eine stetige Nachfrage anhielt, getragen von Erwartungen auf weitere Kurssteigerungen.

Auch die übrigen Edelmetalle zeigten gemischte Tendenzen. Der Silberpreis sank um fast 1 Prozent auf 44,83 Dollar pro Unze, während Platin mit einem Anstieg um 0,8 Prozent auf 1.541,39 Dollar den höchsten Stand seit zwölf Jahren erreichte. Palladium legte um 0,9 Prozent auf 1.261,59 Dollar zu. Alle drei Metalle steuerten auf wöchentliche Gewinne zu.

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