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Goldnachfrage in China sinkt bei Rekordpreisen

Indische Käufer zahlen Aufschläge, andere asiatische Märkte bleiben stabil

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Goldnachfrage in China sinkt bei Rekordpreisen

Die Nachfrage nach physischem Gold in China hat sich in dieser Woche weiter abgeschwächt, während Händler in anderen asiatischen Märkten trotz der hohen Preise weiter kauften. Die Abschläge auf dem chinesischen Markt erreichten dabei den tiefsten Stand seit mehreren Jahren. Zugleich verzeichnete der globale Goldpreis am Dienstag mit 3.790,82 Dollar je Unze ein neues Rekordhoch und liegt im Wochenverlauf bislang 1,4 Prozent im Plus.

In China weiteten Händler ihre Abschläge auf 31 bis 71 Dollar pro Unze gegenüber den internationalen Referenzpreisen aus, nachdem sie in der Vorwoche noch bei 21 bis 36 Dollar gelegen hatten. Trotz der schwächeren Nachfrage bleibt das Handelsvolumen an der Shanghai Futures Exchange nach Angaben von Marktteilnehmern jedoch beachtlich. Ein möglicher Grund für die Entwicklung könnte die starke Performance des CSI300-Index sein, der in dieser Woche um fast zwei Prozent zulegte und damit den höchsten Stand seit Februar 2022 erreichte.

In Indien hingegen hielten sich die Aufschläge stabil bei bis zu sieben Dollar pro Unze über dem offiziellen Inlandspreis, der Einfuhr- und Verkaufsabgaben einschließt. Damit bewegen sich die Prämien auf dem höchsten Niveau seit November 2024. Händler berichten, dass Anleger in Erwartung weiterer Kursgewinne Goldmünzen und -barren zu Rekordpreisen erwerben. Der inländische Goldpreis lag am Freitag bei rund 112.500 Rupien pro zehn Gramm, nachdem er Anfang der Woche ein Rekordhoch von 114.179 Rupien erreicht hatte. Marktbeobachter verweisen darauf, dass Juweliere und Händler ihre Einfuhren beschleunigen, bevor eine erwartete Anhebung der Zölle nach einer Überarbeitung der zweiwöchentlichen Basisimportpreise in Kraft tritt. Zusätzlich steht mit den Festen Dussehra und Diwali im Oktober eine Phase bevor, in der traditionell verstärkt Gold gekauft wird.

Auch in anderen asiatischen Märkten hielt die Nachfrage an. In Hongkong bewegten sich die Prämien zwischen 1,50 und 2 Dollar, in Singapur zwischen 1,50 und 2,50 Dollar pro Unze. Marktteilnehmer in Singapur rechnen damit, dass sich der Trend zum Kauf von Gold fortsetzen könnte, insbesondere dann, wenn die Preise leicht nachgeben sollten. In Japan lag der Aufschlag bei einem Dollar, wobei lokale Anleger verstärkt kleinere Barren nachfragten. Händler gehen davon aus, dass dieser stabile Zustrom von Kapital den physischen Goldmarkt im mittelfristigen Verlauf stützen dürfte.

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