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Goldpreis fällt leicht nach Rekordhoch-Serie

Stärkerer Dollar und Gewinnmitnahmen belasten – weitere Zinssenkungen bleiben möglich

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Der Goldpreis ist am Freitag leicht gesunken, nachdem der US-Dollar an Stärke gewonnen hatte und Anleger nach mehreren Rekordhochs in Folge Gewinne mitnahmen. In dieser Woche hatte das Edelmetall inmitten von Handelskriegssorgen und Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank deutlich zugelegt. Der Spotpreis für Gold lag zuletzt bei 3.030,81 US-Dollar je Unze, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht. Die US-Gold-Futures gaben um 0,2 Prozent auf 3.037,70 Dollar nach.

Trotz des leichten Rückgangs war Gold auf dem Weg zu einem dritten Wochengewinn in Folge. Seit Wochenbeginn legte das Edelmetall um 1,6 Prozent zu und erreichte am Donnerstag mit 3.057,21 US-Dollar je Unze ein neues Allzeithoch. Nach Angaben des Marktanalysten Han Tan von der Exinity Group handelt es sich um eine gesunde Korrektur, nachdem Gold infolge der jüngsten Kursanstiege über 3.000 Dollar je Unze gestiegen war. Die Festigung des US-Dollars habe zusätzlich zu dem Rückgang beigetragen, da dies Gold für Käufer außerhalb der USA teurer mache.

Der Dollar-Index stieg am Freitag um 0,2 Prozent. Gleichzeitig wirkte sich die Unsicherheit rund um bevorstehende US-Zölle ebenfalls auf den Markt aus. Bis zum 2. April steht eine Entscheidung über neue wechselseitige Zollsätze an, die US-Präsident Donald Trump weiterhin umsetzen will. Solche geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten hatten zuvor zu einer starken Nachfrage nach Gold als sicherer Anlage geführt.

Insgesamt verzeichnete Gold in jüngster Zeit 16 Rekordhochs, wobei vier dieser Spitzenwerte über der Marke von 3.000 Dollar lagen. Laut der Analystin Suki Cooper von Standard Chartered könnte insbesondere die anhaltende Nachfrage nach börsengehandelten Goldprodukten (ETPs) die Preise weiterhin stützen – selbst bei nachlassender physischer Nachfrage in großen Abnehmermärkten wie Indien und China.

Die US-Notenbank hatte am Mittwoch wie erwartet ihren Leitzins unverändert belassen. Die Prognosen der Währungshüter deuten darauf hin, dass im weiteren Jahresverlauf zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte geplant sind. Ein niedriges Zinsumfeld gilt als förderlich für Gold, das als Inflationsschutz und Krisenwährung geschätzt wird.

Auch andere Edelmetalle standen unter Druck. Der Silberpreis fiel um 1,5 Prozent auf 33,0548 Dollar je Unze. Platin notierte 0,5 Prozent niedriger bei 979,75 Dollar, und Palladium verlor 0,9 Prozent auf 943,50 Dollar. Alle drei Metalle steuerten auf wöchentliche Verluste zu.

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