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Goldpreis erreicht neuen historischen Höchststand

Zinssenkungserwartungen und Handelskonflikte treiben Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis erreicht neuen historischen Höchststand

Gold hat einen neuen Rekordwert überschritten und kostete am Dienstag erstmals mehr als 4.100 US-Dollar je Unze. Der Preis für das Edelmetall erreichte im Tagesverlauf ein Allzeithoch von 4.179,48 Dollar, bevor er sich am Nachmittag bei 4.145,85 Dollar einpendelte. Die starke Nachfrage wurde durch die wachsende Erwartung einer Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve und eine zunehmende Flucht der Anleger in sichere Anlagen ausgelöst, nachdem sich die Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten und China erneut verschärft hatten.

Auch die US-Gold-Futures für Dezember legten um 0,7 Prozent zu und schlossen bei 4.163,40 Dollar. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um rund 57 Prozent gestiegen und hat damit erstmals die Marke von 4.100 Dollar überschritten. Analysten führen die Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück: geopolitische Unsicherheiten, die Aussicht auf sinkende Zinsen in den USA, umfangreiche Goldkäufe durch Zentralbanken und eine anhaltend hohe Nachfrage nach börsengehandelten Goldfonds (ETFs).

Bank of America und Société Générale erwarten, dass der Goldpreis bis 2026 die Marke von 5.000 Dollar erreichen könnte. Nach Einschätzung von Peter Grant, Vizepräsident und Senior-Metallstratege bei Zaner Metals, stützen vor allem die jüngsten Spannungen im Handel zwischen den USA und China, der andauernde Regierungsstillstand in Washington sowie die Erwartungen an weitere geldpolitische Lockerungen den Goldpreis. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, chinesische Waren mit Strafzöllen von 100 Prozent zu belegen, und entsprechende Gegenmaßnahmen Pekings könnten die Aufwärtsbewegung des Edelmetalls zusätzlich verstärken. Grant sieht in diesem Umfeld die Möglichkeit, dass Gold bereits bis Mitte nächsten Jahres auf 5.000 Dollar steigen könnte.

US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, Trump werde noch in diesem Monat den chinesischen Staatschef Xi Jinping in Südkorea treffen. An den Finanzmärkten gehen Beobachter davon aus, dass die Federal Reserve in ihrer Sitzung Ende des Monats den Leitzins um 25 Basispunkte senken wird, gefolgt von einem weiteren Schritt im Dezember. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, die bisherigen Wirtschaftsdaten ließen keine wesentliche Veränderung der Lage am Arbeits- und Inflationsmarkt erkennen.

Neben Gold erreichte auch Silber ein neues Rekordhoch. Der Preis kletterte auf 53,60 Dollar je Unze, bevor er sich auf 51,86 Dollar abschwächte. Platin gab leicht um 0,3 Prozent auf 1.640,76 Dollar nach, während Palladium um 3,2 Prozent auf 1.521,50 Dollar zulegte.

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