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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch

Handelsstreit zwischen USA und China treibt Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch

Gold hat am Montag ein neues Rekordhoch erreicht, nachdem sich die Spannungen im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China erneut verschärft haben. Anleger suchten verstärkt nach sicheren Anlagen, während zugleich die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank zunahmen. Der Spotpreis für Gold stieg um 1,5 Prozent auf den bislang höchsten Stand von 4.078,05 Dollar je Feinunze. Die Gold-Futures für Dezember legten um 2,3 Prozent auf 4.093,50 Dollar zu. Auch Silber verzeichnete deutliche Gewinne und erreichte mit 51,70 Dollar pro Unze ebenfalls ein Allzeithoch.

Auslöser der jüngsten Kursbewegungen waren neue Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump, der am Freitag zusätzliche Strafzölle von 100 Prozent auf Importe aus China angekündigt hatte. Gleichzeitig sollen bis zum 1. November neue Exportkontrollen für kritische Software in Kraft treten. Hintergrund ist die Entscheidung Pekings, den Export bestimmter seltener Erden und Ausrüstungen zu beschränken. China verteidigte diese Maßnahmen am Sonntag als gerechtfertigt, verzichtete aber vorerst auf eigene neue Zölle gegenüber den USA.

Nach Einschätzung von Marktanalysten haben die eskalierenden Handelskonflikte den Einfluss anderer geopolitischer Entwicklungen auf den Goldmarkt überlagert. Während jüngste Ereignisse im Nahen Osten den Goldpreis nur begrenzt stützten, sorge nun vor allem die erneute Unsicherheit im Verhältnis zwischen Washington und Peking für zusätzliche Nachfrage nach Edelmetallen.

Neben Gold legte auch Silber deutlich zu. Der Preis für das Edelmetall stieg um 2,7 Prozent und markierte damit ebenfalls ein Rekordniveau. Nach Angaben von Analysten wurde Silber von denselben Faktoren beeinflusst wie Gold, hinzu kamen jedoch Engpässe im Kassamarkt. Die Investmentbank Goldman Sachs erklärte, die Silberpreise dürften mittelfristig weiter steigen, warnte jedoch vor kurzfristigen Schwankungen und größeren Risiken im Vergleich zu Gold.

Seit Jahresbeginn hat Gold um 53 Prozent zugelegt. Getrieben wurde diese Entwicklung von geopolitischen Spannungen, Käufen der Zentralbanken, Zuflüssen in börsengehandelte Fonds, Erwartungen an Zinssenkungen und wirtschaftlicher Unsicherheit infolge der Zölle. Der Markt rechnet derzeit mit einer nahezu sicheren Zinssenkung um 25 Basispunkte im Oktober und einer weiteren im Dezember.

US-Notenbankchef Jerome Powell wird am Dienstag auf der Jahrestagung der National Association for Business Economics sprechen und könnte dabei Hinweise auf das weitere Vorgehen der Federal Reserve geben. Unterdessen dauern die Auswirkungen des seit dem 1. Oktober anhaltenden Regierungsstillstands in den USA an, der zur Entlassung tausender Bundesbediensteter geführt und die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten verzögert hat. In Ägypten treffen sich unterdessen mehrere Staats- und Regierungschefs, darunter Trump, zu Gesprächen über eine mögliche Waffenruhe im Gazastreifen. Auch Platin und Palladium profitierten von der Entwicklung: Platin stieg um 2,9 Prozent auf 1.635,35 Dollar, Palladium um 3,6 Prozent auf 1.452,50 Dollar.

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