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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch weltweit

Politische Unsicherheit in den USA und Zinssenkungserwartungen treiben die Nachfrage an

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Goldpreis erreicht neues Rekordhoch weltweit

Der Goldpreis hat ein neues Rekordhoch erreicht und spiegelt damit die wachsende Nachfrage nach sicheren Anlageformen sowie die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung in den USA wider. In der asiatischen Handelssitzung stieg der Spotpreis auf 3.977,19 US-Dollar je Feinunze und übertraf damit den bisherigen Höchststand. Gegen 06:26 Uhr GMT notierte Gold mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent bei 3.962,63 US-Dollar. Die US-Futures für Dezember legten um 0,2 Prozent auf 3.985,30 US-Dollar zu.

Der starke Preisanstieg erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltenden politischen Blockade in den Vereinigten Staaten. Ein Streit zwischen dem Repräsentantenhaus und dem Senat hat zu einem Regierungsstillstand geführt, für den weiterhin keine Lösung in Sicht ist. Die Unsicherheit treibt Investoren verstärkt in krisenfeste Werte wie Edelmetalle. Parallel dazu preisen die Finanzmärkte nahezu sicher eine Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve im laufenden Monat ein. Das CME FedWatch Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 93 Prozent für eine Senkung um 25 Basispunkte im Oktober und 82 Prozent für eine weitere Reduzierung im Dezember.

Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Kombination aus politischen Risiken und geldpolitischen Erwartungen die Goldpreise stützt. Nach Einschätzung von Kelvin Wong, Senior Analyst bei OANDA, liegen die Wahrscheinlichkeiten für Zinssenkungen im Oktober und Dezember weiterhin deutlich über 80 Prozent. Dies wirke zusammen mit dem ungelösten Haushaltsstreit als treibender Faktor. Gold profitiert traditionell von einem Umfeld niedriger Zinsen, da es keine laufenden Erträge abwirft und in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als Wertspeicher gefragt ist.

Innerhalb dieses Jahres hat der Goldpreis bereits um 51 Prozent zugelegt. Gründe dafür sind umfangreiche Käufe durch Zentralbanken, eine steigende Nachfrage nach börsengehandelten Goldfonds, die Schwäche des US-Dollars sowie verstärkte Absicherungsstrategien von Privatanlegern angesichts wachsender Handels- und geopolitischer Spannungen. Goldman Sachs passte Anfang der Woche seine Prognose für Dezember 2026 an und erwartet nun einen Preis von 4.900 US-Dollar je Feinunze statt bisher 4.300 US-Dollar. Als Begründung nennt die Investmentbank starke Kapitalzuflüsse in westliche Gold-ETFs sowie die fortgesetzten Käufe von Zentralbanken.

Auch aus China kommen Impulse. Die Zentralbank des Landes hat im September zum elften Mal in Folge ihre Goldreserven aufgestockt, wie aktuelle Daten zeigen. Auf den übrigen Edelmetallmärkten blieb Silber stabil bei 48,49 US-Dollar je Feinunze. Platin gab leicht um 0,1 Prozent auf 1.624,11 US-Dollar nach, während Palladium um 0,8 Prozent auf 1.329,63 US-Dollar zulegte.

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