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Goldpreis sprengt historische Rekordmarke

Anleger reagieren auf Zinssenkungserwartungen und wachsende Spannungen zwischen USA und China

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Goldpreis sprengt historische Rekordmarke

Gold hat am Dienstag ein neues Rekordhoch erreicht und damit die Erwartungen der Anleger an bevorstehende Zinssenkungen in den USA weiter befeuert. Der Preis für das Edelmetall stieg in der Spitze auf 4.179,48 US-Dollar je Unze, während auch Silber einen historischen Höchststand markierte. Die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten und die wachsenden Spannungen im Handel zwischen den Vereinigten Staaten und China verstärkten die Nachfrage nach sicheren Anlagen.

Zum Wochenbeginn hatte Gold erstmals die Marke von 4.100 US-Dollar überschritten und liegt damit rund 57 Prozent über dem Niveau zu Jahresbeginn. Auch die Terminkontrakte auf Gold mit Lieferung im Dezember legten um 1,3 Prozent auf 4.187,50 US-Dollar zu. Analysten sehen in der Kombination aus geopolitischen Risiken, zunehmender Nachfrage der Zentralbanken und hohen Mittelzuflüssen in börsengehandelte Fonds die zentralen Treiber der Entwicklung.

Die Erwartung baldiger Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve gilt als Hauptgrund für den jüngsten Preissprung. Laut Daten des CME-Fedwatch-Tools rechnen die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent mit einem Zinsschritt nach unten im Oktober und zu 94 Prozent mit einem weiteren im Dezember. Philadelphia-Fed-Chefin Anna Paulson erklärte, die steigenden Risiken für den Arbeitsmarkt sprächen für weitere Lockerungen der Geldpolitik. Marktteilnehmer warten nun gespannt auf die Rede von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell bei der Jahrestagung der National Association for Business Economics, um Hinweise auf den weiteren Kurs der Notenbank zu erhalten.

Der jüngste Aufwärtstrend bei Edelmetallen wurde zudem durch wachsende Spannungen zwischen Washington und Peking verstärkt. China hatte in der vergangenen Woche angekündigt, seine Exportkontrollen für Seltene Erden auszuweiten. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf mit der Androhung von 100-prozentigen Zöllen auf chinesische Waren sowie Exportbeschränkungen für wichtige in den USA entwickelte Softwareprodukte, die ab dem 1. November in Kraft treten sollen.

Silber profitierte ebenfalls von der steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen und kletterte um 2,2 Prozent auf den Rekordwert von 53,60 US-Dollar je Unze. Auch andere Edelmetalle legten zu: Platin verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 1.677 US-Dollar, während Palladium um 2,1 Prozent auf 1.505,75 US-Dollar stieg. Die US-Regierung befindet sich derweil seit 13 Tagen im teilweisen Stillstand, was laut Finanzminister Scott Bessent zunehmend Auswirkungen auf die Wirtschaft zeigt.

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