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Goldpreis fällt nach chinesischen Zollsignalen

US-Zölle, Handelsgespräche und geopolitische Spannungen beeinflussen Edelmetallmärkte

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 Goldpreis fällt nach chinesischen Zollsignalen

Der Goldpreis ist am Freitag gesunken, nachdem bekannt wurde, dass China eine Aussetzung von Zöllen auf bestimmte US-Importe prüft. Dies hat die Attraktivität des Edelmetalls als sicherer Hafen verringert. Der Preis für Spot-Gold fiel um 0,8 Prozent auf 3.322,36 US-Dollar je Unze. Die US-Gold-Futures gaben um 0,5 Prozent auf 3.332,90 US-Dollar nach.

Marktbeobachter sehen in der möglichen teilweisen Rücknahme der chinesischen Zölle ein Signal für eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China. Ein solcher Schritt könnte nach Einschätzung von Analysten den Druck auf klassische Krisen-Investments wie Gold erhöhen. China erwägt nach Angaben aus informierten Kreisen, einige US-Produkte von den derzeit geltenden Strafzöllen in Höhe von 125 Prozent auszunehmen. Unternehmen seien aufgefordert worden, entsprechende Waren zu benennen.

Unterdessen erklärte der frühere US-Präsident Donald Trump, es fänden sehr wohl Gespräche mit China zur Beilegung des Handelskonflikts statt. Damit widersprach er chinesischen Äußerungen, wonach derzeit keine Verhandlungen liefen. Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums forderte die Vereinigten Staaten auf, alle einseitigen Strafmaßnahmen aufzuheben, sofern an einer echten Lösung des Konflikts Interesse bestehe.

Gold, das keine laufenden Erträge abwirft und in Zeiten niedriger Zinsen sowie globaler Unsicherheit als Absicherung gilt, hat seit Jahresbeginn um mehr als 700 Dollar zugelegt und dabei mehrfach neue Rekordstände erreicht. Zuletzt kletterte der Kurs am Dienstag auf bis zu 3.500,05 US-Dollar je Unze. Fachleute sehen langfristig strukturelle Faktoren, die dem Edelmetall weiterhin Auftrieb geben könnten – etwa die zunehmende Diversifizierung der Währungsreserven in Schwellenländern.

Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve signalisierten unterdessen Zurückhaltung bei möglichen geldpolitischen Anpassungen. Man wolle zunächst weitere Daten abwarten, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Zollpolitik der Trump-Regierung besser einschätzen zu können.

Parallel zu den Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten kritisierte Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Anlass war ein massiver Raketen- und Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Dabei kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Es handelte sich um den bislang schwersten Angriff dieser Art in diesem Jahr.

Neben Gold verzeichneten auch andere Edelmetalle Preisrückgänge. Der Spotpreis für Silber sank um 0,3 Prozent auf 33,46 US-Dollar je Unze. Platin verlor 0,5 Prozent auf 966,34 US-Dollar, während Palladium um 1,2 Prozent auf 942,20 US-Dollar nachgab.

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