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Glencore suspendiert Führungskraft nach Milliardenklage von Radiant World

Glencore suspendiert Stahlrohstoff-Chef Peter Hill nach Milliardenklage von Radiant World.

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Glencore suspendiert Führungskraft nach Milliardenklage von Radiant World

Der Rohstoffkonzern Glencore hat einen seiner führenden Manager suspendiert, während ein Rechtsstreit mit dem Eisenerzhändler Radiant World eskaliert. Peter Hill, Leiter für Stahlrohstoffe bei dem Schweizer Unternehmen, wurde vorübergehend von seinen Aufgaben entbunden. Dies teilte eine mit den Vorgängen vertraute Person mit.

Die Suspendierung erfolgt nur wenige Tage, nachdem Radiant World in Singapur Klage gegen drei Glencore-Tochtergesellschaften eingereicht hatte. Die Forderung beläuft sich auf zwei Milliarden US-Dollar. Der Kläger wirft dem Rohstoffriesen vor, die „wahre Natur“ der Handelsvereinbarungen in seinen geprüften Jahresabschlüssen nicht offengelegt zu haben.

Die Maßnahme gegen Hill wurde nach Anfragen der Financial Times zu seiner Beteiligung an den Geschäftsbeziehungen mit Radiant World eingeleitet. Die interne Überprüfung durch Glencore laufe bereits seit einiger Zeit, sei aber erst in dieser Woche bekannt geworden, so die mit den Details vertraute Person.

Hintergrund des Skandals um Radiant World

Der in Singapur ansässige Radiant-World-Konzern hat sich in den vergangenen Jahren von einem Nischenakteur zu einem der weltweit größten Eisenerzhändler entwickelt. Nun steht das Unternehmen im Zentrum eines wachsenden Skandals. Kreditgeber und Geschäftspartner haben die Zusammenarbeit mit Radiant aufgrund von Vorwürfen beendet, wonach einige Geschäfte gefälschte Dokumente umfasst haben sollen. Radiant bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Peter Hill von Glencore war ein prominenter und langjähriger Akteur im Eisenerzgeschäft des Händlers. Im Rahmen einer größeren Umstrukturierung an der Spitze des Unternehmens im Jahr 2021 übernahm er die Leitung des Eisenerzmarketings.

Glencore weist Vorwürfe zurück

Als Reaktion auf die Klage von Radiant World erklärte Glencore diese Woche: „Diese Ansprüche sind unbegründet, und wir werden sie energisch bestreiten.“ Das Unternehmen fügte hinzu, es verfüge über „Beweise dafür, dass diese Unternehmen gefälschte Rechnungen und Verträge sowie erfundene E-Mails an eine Reihe von Finanzinstituten gesendet haben, wobei sie betrügerischerweise behaupteten, diese von Personal der Glencore erhalten zu haben“.

Weiter hieß es: „Wir nehmen diese Angelegenheiten ernst und führen eine Überprüfung unserer historischen Geschäftsaktivitäten“ mit den Gruppen, die Teil der Klage sind.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie Rohstoffkonzerne wie Glencore immer wieder mit rechtlichen und reputationsbezogenen Risiken im internationalen Handel konfrontiert werden. Die Prüfung der Geschäftsbeziehungen zu Radiant World und verbundenen Unternehmen läuft derzeit noch. Ob und wann Peter Hill wieder in seine Position zurückkehren kann, ist offen.

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