ANZEIGE

KCM aus Sambia unterzeichnet 498-Millionen-Dollar-Deal mit chinesischem Unternehmen

Vedantas KCM baut mit chinesischer Hilfe eine riesige Kupfer-Rückgewinnungsanlage in Sambia.

2 Min
KCM aus Sambia unterzeichnet 498-Millionen-Dollar-Deal mit chinesischem Unternehmen

Der sambische Bergbaukonzern Konkola Copper Mines (KCM), eine Tochter des indischen Rohstoffriesen Vedanta, hat einen milliardenschweren Vertrag unterzeichnet. Das Unternehmen vergab einen Auftrag im Wert von 498 Millionen US-Dollar an den chinesischen Ingenieurdienstleister NERIN Engineering. Ziel ist der Bau einer Kupfer-Rückgewinnungsanlage in Chingola, einer Stadt im sambischen Kupfergürtel.

Die Anlage soll durch die Extraktion von Metall aus bestehenden Bergbauhalden den jährlichen Kupferausstoß von KCM um 70.000 metrische Tonnen erhöhen. Zum Einsatz kommt dabei die sogenannte Leaching-Technologie, mit der Kupfer aus Bergbauabfällen herausgelöst wird. KCM zufolge wird die Anlage voraussichtlich die größte ihrer Art in ganz Afrika sein.

Hintergrund des Großprojekts

Die Investition ist Teil der Expansionspläne von KCM und passt in die ehrgeizige Strategie der sambischen Regierung. Sambia will seine jährliche Kupferproduktion massiv steigern: von 890.346 metrischen Tonnen im Jahr 2025 auf drei Millionen metrische Tonnen bis zum Jahr 2031. Das Land ist nach der Demokratischen Republik Kongo der zweitgrößte Kupferproduzent Afrikas.

Gemäß der Vereinbarung wird China NERIN umfassende Ingenieur-, Beschaffungs- und Bauleistungen erbringen. Hinzu kommen Unterstützung bei der Inbetriebnahme, Leistungstests sowie Schulungen für das lokale Personal. Der Deal unterstreicht die wachsende Rolle chinesischer Unternehmen in der afrikanischen Rohstoffindustrie.

Kupfer als Schlüsselmetall der Energiewende

Die Nachfrage nach Kupfer dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen. Das rote Metall ist ein zentraler Werkstoff für Stromnetze, Erneuerbare-Energien-Anlagen, Rechenzentren und Elektrofahrzeuge. Weltweit treiben Länder ihre Klimaziele und den Ausbau der Energieinfrastruktur voran, was den Bedarf an Kupfer zusätzlich befeuert.

Allerdings verlief die Entwicklung zuletzt nicht reibungslos: Die Kupferexporte Sambias gingen im ersten Quartal des laufenden Jahres um fast 15 Prozent zurück. Das Großprojekt von KCM und NERIN könnte helfen, diesen Trend umzukehren und die Produktion langfristig zu sichern.

Für deutsche Anleger ist der Deal auch deshalb interessant, weil Kupfer als strategisches Metall für die globale Energiewende gilt. Die steigende Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot könnte den Kupferpreis langfristig stützen. Projekte wie die neue Anlage in Sambia sind entscheidend, um das wachsende Angebotsdefizit zu schließen.

KCMKonkola Copper MinesSambiaKupferNerin EngineeringKupferproduktionEnergiewendeBergbau

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer