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Fed-Zinspause bis Mai: Ökonomen warnen vor Warshs lockerer Geldpolitik

Mehrheit der Experten befürchtet Verlust der Notenbank-Unabhängigkeit nach Powells Amtszeit.

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Fed-Zinspause bis Mai: Ökonomen warnen vor Warshs lockerer Geldpolitik

Die US-Notenbank Federal Reserve wird ihre Leitzinsen voraussichtlich bis Mai unverändert lassen. Gleichzeitig wächst unter Ökonomen die Sorge vor einer zu lockeren Geldpolitik unter dem designierten Fed-Chef Kevin Warsh. Mehr als 70 Prozent der befragten Experten, überwiegend von Banken und Finanzinstituten, äußerten ernsthafte Bedenken hinsichtlich der künftigen Unabhängigkeit der Notenbank.

Die Umfrage offenbart eine gespaltene Expertenmeinung zur Nominierung von Warsh durch US-Präsident Donald Trump im vergangenen Monat. Trump hatte seinen Vorgänger Jerome Powell wiederholt dafür kritisiert, die Zinsen nicht schnell genug zu senken. Die Frage, ob sich die Sorgen um die Fed-Unabhängigkeit durch Warshs Nominierung verstärkt haben, beantworten die Ökonomen unterschiedlich.

Unklare geldpolitische Ausrichtung

Besondere Unsicherheit herrscht über Warshs tatsächliche geldpolitische Positionen. Frühere Schriften und Reden des designierten Fed-Chefs deuteten auf eine Präferenz für eine restriktivere, also straffere Geldpolitik hin. Jüngste Äußerungen lassen jedoch eine mögliche Kehrtwende vermuten, was die Verunsicherung in Finanzkreisen verstärkt.

Die aktuelle Zinspause bis Mai gibt der Fed Zeit, die wirtschaftliche Entwicklung zu beobachten. Für deutsche Anleger und Unternehmen bedeutet die Entwicklung in den USA besondere Relevanz, da die Fed-Politik maßgeblichen Einfluss auf globale Kapitalmärkte und den Euro-Dollar-Wechselkurs ausübt.

Bedeutung für die Märkte

Die Unabhängigkeit der Federal Reserve gilt als Grundpfeiler stabiler Finanzmärkte. Eine politische Einflussnahme auf geldpolitische Entscheidungen könnte das Vertrauen der Investoren erschüttern und zu erhöhter Volatilität führen. Besonders kritisch sehen Experten die wiederholten öffentlichen Interventionen Trumps in die Zinspolitik.

Die Mehrheit der befragten Ökonomen rechnet damit, dass die Fed ihre Zinsen zunächst auf dem aktuellen Niveau belassen wird. Erst danach dürfte Klarheit über die künftige Ausrichtung unter Warsh entstehen, sobald Powell seine Amtszeit beendet hat.

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