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Fed-Chefin Hammack: Februar-Jobdaten enttäuschend, Inflation bleibt Problem

Beth Hammack, Präsidentin der Cleveland Fed, bewertet den US-Arbeitsmarkt kritisch und mahnt zur geldpolitischen Geduld.

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Fed-Chefin Hammack: Februar-Jobdaten enttäuschend, Inflation bleibt Problem

Beth Hammack, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, hat die Arbeitsmarktdaten für Februar als Enttäuschung bezeichnet. In einem Interview mit Bloomberg TV erklärte sie jedoch gleichzeitig, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten insgesamt aufhellten. Der US-Arbeitsmarkt stabilisiere sich, so Hammack – doch die Lage bleibt angespannt.

Das zentrale Problem bleibt die Inflation. Hammack betonte, dass die Teuerungsrate weiterhin über dem Zielwert der Fed von zwei Prozent liege und in den vergangenen zwei Jahren kaum Fortschritte erzielt worden seien. Dies sei ein klares Signal, dass die Notenbank ihren restriktiven Kurs nicht vorschnell aufgeben dürfe.

Zinspolitik: Neutral, aber wachsam

Hammack sieht bei den Zinssätzen beidseitige Risiken und stuft die aktuelle Geldpolitik als in etwa neutral ein. Basierend auf Gesprächen mit Banken und Unternehmen sei die Politik nicht übermäßig restriktiv. Die Fed könnte ihren Kurs für geraume Zeit beibehalten, um die Inflation nachhaltig zu senken.

Die Cleveland-Fed-Chefin zeigte sich zudem offen für neue Impulse unter dem künftigen Fed-Vorsitzenden Warsh. Dieser habe bereits über eine mögliche Änderung der Kommunikationsstrategie gesprochen, was laut Hammack gute Diskussionen anstoßen könnte. Auch die Verkleinerung der Fed-Bilanz bezeichnete sie als wichtiges Thema, das die Notenbank angehen müsse.

Wirtschaft und Ölpreise im Blick

Trotz der gemischten Signale beschrieb Hammack die Gesamtwirtschaft als gut. Unternehmen blieben angesichts der Unsicherheit nicht untätig und sprächen über Neueinstellungen, um die Nachfrage zu decken. Das deutet auf eine gewisse Resilienz des Arbeitsmarkts hin, auch wenn die Februar-Zahlen enttäuschten.

Hinsichtlich der Ölpreise mahnte Hammack zur Vorsicht. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen des jüngsten Anstiegs zu beurteilen. Höhere Ölpreise könnten den Inflationsdruck verstärken, gleichzeitig aber die Konsumausgaben der Verbraucher belasten – ein klassisches Dilemma für die Geldpolitik.

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