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Family Offices profitieren massiv von Öl-Rally nach Iran-Konflikt

Der Ölpreis stieg seit Kriegsbeginn um rund 30 % – Family Offices, die früh auf Öl setzten, fahren nun hohe Gewinne ein.

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Family Offices profitieren massiv von Öl-Rally nach Iran-Konflikt

Der Iran-Krieg hat die Ölpreise auf über 94 US-Dollar pro Barrel getrieben. Das entspricht einem Anstieg von rund 30 Prozent seit Beginn des Konflikts Ende Februar. Für eine bestimmte Gruppe von Investoren kommt diese Entwicklung zum richtigen Zeitpunkt: Family Offices – die Investmentgesellschaften extrem wohlhabender Familien – haben in den vergangenen Jahren gezielt und opportunistisch auf Öl gesetzt.

Diese Wetten zahlen sich nun aus. Investoren und Berater berichteten gegenüber dem US-Finanzsender CNBC, dass Family Offices in eine Lücke gesprungen sind, die andere institutionelle Anleger hinterlassen haben. Die aktuelle Rallye erweist sich damit als echter Segen für diese Investorengruppe.

Rückzug institutioneller Anleger öffnete die Tür

Seit der Corona-Pandemie haben sich Private-Equity-Fonds und andere institutionelle Investoren zunehmend aus dem Öl- und Gassektor zurückgezogen. Als wesentlicher Treiber gilt dabei der wachsende Druck umweltbewusster Stakeholder, die ESG-konforme Anlagestrategien einfordern. Das Kapital wurde in diesem Sektor dadurch spürbar knapper.

Genau in diese Lücke sind Family Offices vorgestoßen. Während große institutionelle Häuser den Energiesektor mieden, nutzten die Vermögensverwaltungen wohlhabender Familien die Gelegenheit für opportunistische Investitionen in Öl und Gas. Diese Strategie, die in Zeiten niedriger Bewertungen und geringer Konkurrenz eingegangen wurde, trägt nun Früchte.

Nicht alle Family Offices denken gleich

Interessant ist dabei, dass Family Offices keineswegs eine homogene Gruppe darstellen. Eine Umfrage der Citi Private Bank zeigt, dass viele dieser Investmentgesellschaften durchaus umweltbewusst agieren. Dennoch scheint ein relevanter Teil der Family Offices bereit gewesen zu sein, bei attraktiven Bewertungen im Energiesektor zuzugreifen – ungeachtet von ESG-Bedenken.

Dieses Spannungsfeld zwischen Renditeorientierung und Nachhaltigkeitsansprüchen ist charakteristisch für die heterogene Welt der Family Offices. Anders als regulierte Fonds unterliegen sie keinen starren Anlagerichtlinien und können flexibel auf Marktchancen reagieren – ein entscheidender Vorteil in einem Umfeld, in dem andere Investoren durch externe Vorgaben eingeschränkt sind.

Einordnung für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Sie zeigt, dass der Rückzug großer institutioneller Investoren aus bestimmten Sektoren nicht zwangsläufig bedeutet, dass diese Sektoren unattraktiv sind – im Gegenteil kann er Chancen für flexiblere Marktteilnehmer eröffnen.

Zudem verdeutlicht die aktuelle Situation, wie geopolitische Ereignisse wie der Iran-Konflikt Rohstoffmärkte innerhalb kurzer Zeit massiv bewegen können. Ein Preisanstieg von rund 30 Prozent in wenigen Wochen ist eine außergewöhnliche Bewegung, die sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Family Offices, die frühzeitig positioniert waren, konnten von dieser Entwicklung in vollem Umfang profitieren.

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