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Levi Strauss steigert Umsatz – DTC-Anteil erstmals über 50 Prozent

Der Jeans-Konzern meldet starkes Quartalswachstum: Direktverkäufe übertreffen erstmals den Großhandel und machen 52 Prozent des Umsatzes aus.

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Levi Strauss steigert Umsatz – DTC-Anteil erstmals über 50 Prozent

Levi Strauss hat erneut ein starkes Quartal verbucht. Der weltbekannte Denim-Hersteller steigerte seinen Gesamtumsatz um 14 Prozent – getragen unter anderem von höheren Preisen. Besonders bemerkenswert ist dabei ein strategischer Meilenstein: Die Direktverkäufe an Konsumenten (Direct-to-Consumer, kurz DTC) machen erstmals mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

Der DTC-Kanal – also der Verkauf über eigene Läden sowie die Levi's-Website – legte im Berichtsquartal um 16 Prozent zu. Damit erreichte der Anteil der DTC-Verkäufe am Gesamtumsatz einen Wert von 52 Prozent. Für ein Unternehmen, das jahrzehntelang stark vom Großhandel abhängig war, stellt das eine bedeutende Verschiebung im Geschäftsmodell dar.

Strategischer Wandel weg vom Großhandel

Der Aufbau des Direktvertriebs ist für Modemarken wie Levi Strauss aus mehreren Gründen attraktiv. Eigene Verkaufskanäle ermöglichen höhere Margen, da Zwischenhändler wegfallen. Zudem gewinnt das Unternehmen direkten Zugang zu Kundendaten und kann die Markenpräsentation besser kontrollieren. Viele Bekleidungskonzerne haben in den vergangenen Jahren ähnliche Strategien verfolgt, um sich unabhängiger von großen Handelsketten zu machen.

CEO Michelle Gass äußerte sich in einem Interview mit dem US-Sender CNBC optimistisch zur weiteren Entwicklung. Sie erklärte, sie erwarte, dass der DTC-Umsatz auch für den Rest des Geschäftsjahres eine tragende Rolle spielen werde. Gass steht seit Ende 2023 an der Spitze von Levi Strauss und hat die Beschleunigung des Direktvertriebs zu einem zentralen Bestandteil ihrer Strategie gemacht.

Höhere Preise als Wachstumstreiber

Neben dem Ausbau des DTC-Geschäfts trugen laut dem Bericht auch höhere Preise zum Umsatzwachstum bei. Dieser Faktor ist im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld besonders relevant: Viele Konsumgüterhersteller haben in den vergangenen Jahren Preiserhöhungen durchgesetzt, um gestiegene Kosten aufzufangen. Dass Levi Strauss dabei weiterhin Wachstum verzeichnet, deutet auf eine robuste Nachfrage nach der Marke hin.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist Levi Strauss ein bekannter Name – die Marke ist hierzulande seit Jahrzehnten präsent und gilt als Ikone der Jeansmode. Das Unternehmen ist an der New Yorker Börse (NYSE) notiert und wird unter dem Kürzel LEVI gehandelt. Die aktuellen Quartalszahlen dürften das Vertrauen der Investoren in die laufende Transformation des Konzerns weiter stärken.

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