EVE Energy steigt nach milliardenschwerem Batterie-Liefervertrag mit Fluence
Tochtergesellschaft sichert sich 206 GWh Auftragsvolumen bis 2031 – Aktie legt 5,8 Prozent zu.

Die Aktie des chinesischen Energiespeicher-Spezialisten EVE Energy ist am Freitag um 5,8 Prozent auf 51,03 Yuan gestiegen. Auslöser war eine bedeutende langfristige Liefervereinbarung, die die Tochtergesellschaft Hubei EVE Power mit Fluence Energy Global Production Operation abgeschlossen hat.
Der Vertrag sieht die Produktion und Lieferung von insgesamt 206 Gigawattstunden (GWh) Batterien zwischen 2027 und 2031 vor. Davon entfallen 16 GWh als verbindliches Lieferpensum auf das Jahr 2027. Weitere 190 GWh sind als reservierte Kapazität für den Zeitraum 2028 bis 2031 vorgesehen.
Großauftrag reduziert Nachfrageunsicherheit
Mit dieser Vereinbarung verlängert EVE Energy sein Auftragsbuch signifikant in die Zukunft. Die kurzfristige Nachfrageunsicherheit wird dadurch spürbar reduziert. Der Fluence-Vertrag ergänzt eine bereits robuste Pipeline internationaler Partnerschaften, die das Unternehmen im Laufe des Jahres 2026 aufgebaut hat.
Dazu zählen unter anderem Vereinbarungen mit einem Volumen von über 50 GWh bei der Messe ESIE sowie mehr als 67 GWh bei der SNEC. Zudem unterhält EVE Energy Lieferbeziehungen mit großen Playern wie BMW und SolarEdge.
Kurs nahe 52-Wochen-Tief lockt Käufer an
Vor dem heutigen Handel notierte die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 47,00 Yuan. Die Kombination aus einem konkreten, großvolumigen Vertrag und den relativ niedrigen Bewertungen scheint erneut Kaufinteresse geweckt zu haben.
Auf makroökonomischer Ebene boten die chinesischen Aktienmärkte einen konstruktiven Hintergrund. Sowohl der Shanghai Composite als auch der Shenzhen Component legten zu. Grund dafür war der Optimismus der Anleger angesichts eines bevorstehenden Gipfeltreffens zwischen den USA und China in Washington.
Fazit
Der milliardenschwere Liefervertrag mit Fluence Energy gibt EVE Energy eine klare Visibilität für die kommenden Jahre. Zusammen mit den bestehenden Partnerschaften und dem günstigen Bewertungsniveau könnte die Aktie weiteres Aufwärtspotenzial besitzen. Anleger sollten jedoch die weitere Entwicklung der chinesischen Konjunktur und die geopolitischen Rahmenbedingungen im Blick behalten.
