Estée Lauder verhandelt über Milliarden-Übernahme von Puig Brands
Der US-Kosmetikriese und der spanische Parfümhersteller bestätigen laufende Fusionsgespräche mit Bar- und Aktienkomponenten.

Estée Lauder und der spanische Kosmetikkonzern Puig Brands führen Gespräche über eine mögliche Übernahme. Beide Unternehmen bestätigten die Verhandlungen nach einem Bericht des Wall Street Journal. Ein erfolgreicher Zusammenschluss würde einen der größten Beauty-Konzerne der Welt schaffen.
Die Gespräche sehen einer kombinierten Bar- und Aktientransaktion vor, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Weitere Details zur Struktur des möglichen Deals wurden nicht bekannt. Beide Unternehmen betonten, dass es keine Garantie für eine Einigung gebe.
Puig hat seinen Sitz in Barcelona und ist vor allem für seine Duftmarken bekannt. Der Konzern ging erst 2024 an die Börse und kommt aktuell auf einen Marktwert von rund 10 Milliarden US-Dollar. Seitdem hat sich die Aktie deutlich unterdurchschnittlich entwickelt – unter anderem wegen schwacher Nachfrage im Parfümsegment.
Puig-Aktie springt nach Bekanntgabe kräftig an
Die Nachricht der Fusionsgespräche trieb die Puig-Aktie am Dienstag um knapp 14 Prozent in die Höhe. Estée Lauder hingegen verlor rund 7,7 Prozent, was typisch für den Käufer bei solchen Übernahmespekulationen ist. Investoren reagierten damit auf die mögliche Prämie, die Estée Lauder für Puig zahlen müsste.
Estée Lauder ist eines der weltweit führenden Kosmetikunternehmen mit Marken wie MAC, Clinique und La Mer. Puig hingegen betreibt Luxusduftmarken wie Carolina Herrera, Rabanne und Jean Paul Gaultier. Eine Fusion würde das kombinierte Unternehmen im globalen Wettbewerb mit L'Oréal und LVMH deutlich stärken.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung besonders relevant, da Puig seit seinem Börsengang 2024 auch europäische Investoren angesprochen hat. Ob und wann eine Einigung erzielt wird, bleibt offen – die Verhandlungen laufen noch.
