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Standard Chartered verkauft Kreditkartenportfolio in Indien an Bieter

Kotak Mahindra Bank und Federal Bank haben finale Angebote für das indische Kreditkartengeschäft der britischen Großbank eingereicht.

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Standard Chartered verkauft Kreditkartenportfolio in Indien an Bieter

Standard Chartered prüft derzeit finale Übernahmeangebote von Kotak Mahindra und der Federal Bank für sein indisches Kreditkartenportfolio. Dabei handelt es sich ausschließlich um Kunden, die lediglich eine Kreditkarte besitzen und keine weitere Bankbeziehung zu Standard Chartered unterhalten. Diese Kundengruppe gilt intern als nicht zum Kerngeschäft gehörend, wie mit der Sache vertraute Insider gegenüber Reuters berichteten.

Die mögliche Veräußerung ist Teil einer umfassenderen Strategie des Londoner Kreditinstituts, den Fokus auf sogenannte Einprodukt-Kunden zu reduzieren. Standard Chartered verfolgt damit das Ziel, seine Rentabilität in Indien gezielt zu verbessern und Randgeschäfte aus dem Portfolio zu lösen. Die Bank konzentriert sich künftig auf Kunden mit tieferen, mehrdimensionalen Bankbeziehungen.

Bereits zweite große Transaktion in Indien

Dies ist nicht die erste Portfoliobereinigung von Standard Chartered auf dem indischen Markt. Bereits im vergangenen Jahr veräußerte die Bank ihr indisches Privatkreditgeschäft an die Kotak Mahindra Bank – zum damaligen Zeitpunkt mit rund 488 Millionen US-Dollar bewertet. Kotak Mahindra ist damit bereits ein bekannter Partner und tritt nun erneut als Bieter auf.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung ein weiteres Indiz dafür, wie internationale Großbanken ihre Emerging-Markets-Strategien schärfen. Standard Chartered, an der Londoner Börse notiert und stark in Asien, Afrika und dem Nahen Osten aktiv, setzt konsequent auf Portfoliooptimierung. Durch den Rückzug aus margenschwachen Segmenten soll die Gesamtrendite des Konzerns nachhaltig gesteigert werden.

Über den genauen Umfang des Kreditkartenportfolios sowie den möglichen Kaufpreis wurden bislang keine offiziellen Angaben gemacht. Welches der beiden indischen Geldhäuser – Kotak Mahindra oder Federal Bank – den Zuschlag erhalten wird, ist noch offen.

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