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Estée Lauder streicht bis zu 10.000 Stellen und hebt Gewinnprognose an

Der Kosmetikkonzern weitet sein Sparprogramm massiv aus und will Kosten von bis zu 1,2 Milliarden Dollar einsparen.

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Estée Lauder streicht bis zu 10.000 Stellen und hebt Gewinnprognose an

Estée Lauder, der Mutterkonzern bekannter Kosmetikmarken wie Clinique und M.A.C, plant einen deutlich umfangreicheren Stellenabbau als bisher angekündigt. Das Unternehmen gab bekannt, nun insgesamt zwischen 9.000 und 10.000 Stellen abzubauen. Zuvor hatte der Konzern lediglich den Abbau von bis zu 7.000 Arbeitsplätzen in Aussicht gestellt.

Der erweiterte Stellenabbau entspricht am oberen Ende der Spanne rund 17,5 Prozent der weltweiten Belegschaft. Zum Stand vom 30. Juni 2025 beschäftigte Estée Lauder insgesamt 57.000 Mitarbeiter weltweit. Mit den Kürzungen verfolgt der Konzern das Ziel, Kosten in Höhe von bis zu 1,2 Milliarden Dollar einzusparen.

Fusionsgespräche mit Puig im Hintergrund

Gleichzeitig befindet sich Estée Lauder in Fusionsgesprächen mit dem französischen Modekonzern Puig, dem Eigentümer der Marke Jean-Paul Gaultier. Puig ist an der Madrider Börse notiert. Die laufenden Verhandlungen verleihen dem Restrukturierungsprogramm zusätzliche strategische Bedeutung, da ein schlanker aufgestellter Konzern für einen möglichen Zusammenschluss attraktiver wirken kann.

Die Anhebung der Jahresgewinnprognose unterstreicht, dass das Sparprogramm erste Früchte trägt. Estée Lauder signalisiert damit trotz des massiven Stellenabbaus eine verbesserte Ertragslage für das laufende Geschäftsjahr. Für Anleger ist dies ein wichtiges Signal, dass das Management die Kostenbasis des Unternehmens konsequent angeht.

Hintergrund: Druck auf die Kosmetikbranche

Der Stellenabbau bei Estée Lauder steht exemplarisch für den wachsenden Kostendruck in der globalen Kosmetikindustrie. Große Konzerne sehen sich mit veränderten Konsumgewohnheiten, einem schwierigen Marktumfeld in wichtigen Absatzregionen sowie steigendem Wettbewerb konfrontiert. Restrukturierungsprogramme dieser Größenordnung sind in der Branche zuletzt häufiger geworden.

Für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet die Ausweitung des Programms um bis zu 3.000 zusätzliche Stellen eine erhebliche Unsicherheit. Der Konzern hatte ursprünglich einen Abbau von bis zu 7.000 Stellen angekündigt – die neue Zielgröße übertrifft diesen Wert nun deutlich. Wie die Stellen auf einzelne Regionen und Geschäftsbereiche verteilt werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Die Kombination aus erweitertem Stellenabbau, ambitioniertem Sparziel und angehobener Gewinnprognose zeigt, dass Estée Lauder seinen Transformationskurs entschlossen fortsetzt. Ob die laufenden Fusionsgespräche mit Puig zu einem Abschluss führen, bleibt abzuwarten. Für Investoren bleibt der Konzern angesichts der strategischen Neuausrichtung ein aufmerksam zu beobachtender Wert.

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