Erdgas testet Widerstandscluster bei 2,899 US-Dollar
Natural Gas kämpft auf dem 5-Stunden-Chart mit einem dichten Widerstandsbündel.

Der Erdgaspreis hat auf dem 5-Stunden-Chart die Marke von 2,899 US-Dollar erreicht und testet damit ein massives Widerstandsbündel. Dieses könnte entweder eine Trendumkehr auslösen oder den jüngsten Anstieg abbremsen. Die Richtung der nächsten Kerze wird entscheiden, ob die Bullen durchbrechen oder die Bären wieder an Momentum gewinnen.
Der Kurs bewegt sich aktuell in einem dichten Widerstandsbereich zwischen 2,890 und 2,906 US-Dollar. Dieser Bereich ist mit mehreren technischen Indikatoren unterlegt, darunter die 50-Prozent-Fibonacci-Linie, der Volume-Weighted Average Price (VWAP), der Simple Moving Average (SMA 50) und die SuperTrend-Linie. Eine solche Häufung von Widerständen wird selten beim ersten Versuch überwunden.
Technische Indikatoren zeigen gemischte Signale
Das Momentum nimmt jedoch zu. Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) hat gerade nach oben gedreht, und der Kurs bleibt sicher über dem SMA(200) und dem VWAP. Dies deutet darauf hin, dass die Käufer weiterhin im Spiel sind. Ein anhaltender Ausbruch über den SMA 50 und den SuperTrend bei 2,906 US-Dollar würde eine Umkehr signalisieren und das Double-Bottom-Muster bestätigen, das bereits zu 80 Prozent ausgebildet ist.
Händler sollten vor einem Nachkauf auf eine Bestätigung durch hohes Volumen achten. Bullische Marktteilnehmer beobachten derzeit mögliche Einstiegspunkte. Sollte der Kurs den Widerstand nicht durchbrechen können, könnten die Verkäufer die Kontrolle zurückerlangen.
Risiken und Chancen für Anleger
Bärische Umkehrkerzen am VWAP beziehungsweise am Fibonacci-50-Prozent-Niveau bei 2,890 US-Dollar wären ein Warnsignal. Mögliche Abschwungziele liegen in tieferen Bereichen, die jedoch im aktuellen Chartbild noch nicht klar definiert sind. Bei den jüngsten Aufwärtskerzen war ein steigendes Volumen zu verzeichnen. Die Bären benötigen eine starke Abweisung, um die Tür für weitere Verluste zu öffnen.
Der Kurs verbleibt zudem innerhalb der Ichimoku-Wolke zwischen 2,850 und 2,890 US-Dollar. Dies ist eine klassische No-Trade-Zone: zufällig, geräuschvoll und seitwärts. Geduld ist hier ein entscheidender Vorteil für Anleger.
Double-Bottom-Muster im Fokus
Das Double-Bottom-Muster sieht sein Schicksal am aktuellen Widerstand getestet. Ein fehlgeschlagener Ausbruch würde eine klassische Bullenfalle darstellen. Da der Kurs zwischen wichtiger Unterstützung und mehrschichtigem Widerstand eingeklemmt ist, birgt ein vorzeitiger Einstieg das Risiko von Kursausschlägen.
Experten raten daher, den Preis seine Absicht beweisen zu lassen. Ein Schlusskurs außerhalb dieses Bands bei echtem Volumen wäre das verlässlichste Signal, bevor eine Position eröffnet wird. Geduld zahlt sich an solchen Tagen aus.
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