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Dollar-Turbulenzen erschüttern Rohstoffmärkte: Gold bricht um 5% ein

Plötzliche Dollar-Erholung nach Warsh-Nominierung löst Chaos bei Edelmetallen und Rohöl aus

2 Min
Dollar-Turbulenzen erschüttern Rohstoffmärkte: Gold bricht um 5% ein

Der US-Dollar sorgt für erhebliche Verwerfungen an den globalen Finanzmärkten. Nach einem rasanten Absturz auf ein Vierjahrestief erholte sich die Weltleitwährung überraschend stark – und löste damit einen Ausverkauf bei Rohstoffen aus, der Händler weltweit auf dem falschen Fuß erwischte.

Gold, das im Januar seinen stärksten Monat seit über 50 Jahren verzeichnet hatte, brach am Montag um 5% ein. Bereits in der vorangegangenen Sitzung hatte das Edelmetall den größten Tagesverlust seit den frühen 1980er Jahren erlitten. Auch Silber und Kupfer fielen deutlich von ihren jüngsten Allzeithochs zurück.

Auslöser der Marktturbulenzen war die Nominierung von Kevin Warsh, dem ehemaligen Fed-Gouverneur, als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Die Entscheidung stärkte den Dollar unerwartet und beendete damit abrupt einen beliebten Handelstrend, bei dem Investoren auf eine anhaltende Dollar-Schwäche gesetzt hatten.

Rohstoffmärkte unter Druck

Die Societe Generale beschreibt in einer Kundenmitteilung, wie das Konzept der Dollar-Abwertung "blitzschnell" aus den Metallmärkten verschwand. Händler hatten massiv auf steigende Metallpreise gewettet, solange die Unabhängigkeit der Federal Reserve den Dollar auf einem Abschwächungskurs hielt.

Auch der Ölmarkt blieb nicht verschont: Brent-Rohöl steht nach einer Rallye von 16% im Januar vor seiner schlechtesten Woche seit fast zwei Monaten. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback gegenüber anderen Hauptwährungen misst, war zuvor innerhalb einer Woche um fast 2% gefallen.

Volatilität erreicht Jahreshöchststände

Der globale Devisenmarkt mit einem täglichen Handelsvolumen von fast 10 Billionen Dollar ist deutlich volatiler geworden. Ein Indikator für das meistgehandelte Währungspaar Euro/Dollar, der die erwartete Volatilität in drei Monaten misst, erreichte letzte Woche den höchsten Stand seit Juli.

Experten warnen, dass unvorhersehbare politische Entscheidungen aus dem Weißen Haus und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve die "Sell America"-Geschäfte wieder aufleben lassen. Während eine weitere Dollar-Abschwächung erwartet wird, zeigen die jüngsten Ereignisse, dass plötzliche Erholungen Händler ebenso unvorbereitet treffen können wie scharfe Kurseinbrüche.

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