BCA Research empfiehlt: Dollar verkaufen, Rohstoffe kaufen
Analysten raten zu Positionierung gegen US-Währung und für Gold, Öl sowie Kupfer.

BCA Research empfiehlt Anlegern eine klare Strategie: Raus aus dem US-Dollar, rein in Rohstoffe. Die Analysten raten dazu, Positionen gegen den Greenback aufzubauen und gleichzeitig das Engagement in Öl, Kupfer und Gold deutlich zu erhöhen. Diese Empfehlung basiert auf den MacroQuant-Modellen des Unternehmens, die weiterhin Abwärtsrisiken für die US-Währung signalisieren.
Das quantitative Vermögensallokations- und Markt-Timing-Modell MacroQuant hatte die jüngsten Rückgänge des US-Dollar-Index bereits korrekt vorhergesagt und bleibt moderat bärisch für den Dollar. Die negative Preisdynamik belastet die Aussichten, auch wenn die steigende Marktvolatilität dies teilweise kompensiert. Besonders die Bewertungen sprechen gegen die amerikanische Währung.
Obwohl die jüngste Abwertung den Dollar näher an seinen fairen Wert gebracht hat, sei der Greenback laut BCA "immer noch teuer". Zudem habe ein schnelleres Gewinnwachstum außerhalb der USA die relative Attraktivität amerikanischer Vermögenswerte auf zyklischer Basis verringert. Die Positionierungs- und Stimmungsindikatoren sprechen ebenfalls weiterhin gegen den Dollar, während der starke Anstieg der Goldpreise als zusätzliches ungünstiges Signal gewertet wird.
Rohstoffe im Fokus der Analysten
Bei den Rohstoffen zeigt sich MacroQuant entschieden konstruktiv. Gold bleibt eine zentrale bullische Empfehlung innerhalb des Modells, das "für den Großteil der letzten zwei Jahre sehr bullisch für das gelbe Metall war". Gestützt wird diese Einschätzung durch Käufe der Zentralbanken, eine starke langfristige Preisdynamik, eine positive Stimmung und Bedenken hinsichtlich der Fiskalpolitik. Obwohl überkaufte Bedingungen die kurzfristige Bewertung dämpfen, prognostiziert das Modell weiterhin positive Renditen.
Bei Kupfer gab es einen noch deutlicheren Überzeugungswechsel. BCA betont, dass das Modell "jetzt extrem bullisch für das rote Metall ist". Dies spiegelt einen verbesserten Wirtschaftsausblick in den USA wider, zusammen mit anhaltender Unterstützung durch Stimmungs- und Preisdynamikindikatoren. Die positive Einschätzung für Industriemetalle deutet auf wachsendes Vertrauen in die globale Konjunktur hin.
Öl profitiert von geopolitischen Spannungen
Auch die Bewertung für Öl hat sich "deutlich erhöht und ist in bullisches Terrain vorgedrungen", betont BCA. Dies sei auf eine starke Preisdynamik und erhöhte geopolitische Spannungen zurückzuführen, die die Rohölpreise in die Höhe getrieben haben. Über diese Risiken hinaus verweist das Modell auf solide globale Wachstumssignale, Fertigungsdaten und die Outperformance zyklischer Aktien als Faktoren, die die positiveren Ölaussichten untermauern.
Insgesamt hat "das Modell Öl von extrem untergewichtet auf moderat übergewichtet und Kupfer von neutral auf extrem übergewichtet hochgestuft. Es bleibt weiterhin bullisch für Gold", fasst BCA zusammen. Für Anleger bedeutet dies eine klare Empfehlung zur Umschichtung in Rohstoffe bei gleichzeitiger Reduzierung des Dollar-Engagements.
