DAX steigt auf 25.449 Punkte: Öl und Anleihen geben Rückenwind

Die Entspannung an den europäischen Anleihemärkten und fallende Ölpreise haben der Frankfurter Börse am Dienstag einen spürbaren Auftrieb gegeben. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,77 Prozent bei 25.449 Punkten – ein deutlicher Stimmungsumschwung nach dem nahezu bewegungslosen Handel vom Vortag.
Besonders die Entwicklung am Ölmarkt sorgte für Erleichterung: Gestiegene Exporte aus dem Nahen Osten sowie die Freigabe strategischer Ölreserven durch die G7-Staaten drückten den Preis für die Nordseesorte Brent zeitweise unter die Marke von 98 Dollar je Barrel. Am späten Nachmittag erholte sich der Preis zwar leicht, doch der Druck auf die Energiepreise blieb ein positiver Faktor für die Märkte.
Gleichzeitig entspannte sich die Lage an den europäischen Rentenmärkten merklich. Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone, die zuletzt auf Mehrjahreshochs geklettert waren, gaben nach. Besonders in Frankreich legten Investoren nach dem jüngsten Ausverkauf eine Verschnaufpause ein: Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen fiel auf 4,75 Prozent, nachdem sie am Freitag noch fast fünf Prozent erreicht hatte. Der Renditeabstand zwischen französischen und deutschen Anleihen – der sogenannte Spread – verringerte sich von einem 15-Jahres-Hoch von 158 Basispunkten auf 135 Basispunkte. Für Anleger ist dieser Spread ein wichtiger Risikoindikator für die politische und fiskalische Stabilität Frankreichs.
Der Euro profitierte von der Entspannung nur in begrenztem Maß, nachdem er am Vortag auf ein 17-Monats-Tief gefallen war. Joseph Capurso, Währungsstratege bei der Commonwealth Bank of Australia, gibt sich pessimistisch: „Wir glauben, dass der Euro auf unter 1,10 Dollar fallen wird.
