Converse zieht Werbung nach KKK-Vergleichen aus dem Netz
Heftige Kritik in sozialen Medien: Nutzer sehen Parallelen zur Symbolik des Ku-Klux-Klan.

Der amerikanische Schuhhersteller Converse hat eine Werbeanzeige zurückgezogen, nachdem Nutzer in sozialen Medien eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Symbolik des rassistischen Ku-Klux-Klan (KKK) festgestellt hatten. Das Unternehmen räumte ein, einen „Fehler“ begangen zu haben, und entschuldigte sich öffentlich.
Das Foto war auf dem Instagram-Account der Marke veröffentlicht worden und Teil einer Kampagne zur Bewerbung des Modells Chuck 70 X. Kritiker bemängelten, dass die Beleuchtung im Bild an die spitzen weißen Kapuzen der KKK-Mitglieder erinnere. Ein Paar Schuhe, das im Bild herabhängend dargestellt war, wurde von Nutzern zudem mit Bildern von Lynchopfern verglichen.
Converse reagierte umgehend auf den Sturm der Entrüstung. In einer am Freitag veröffentlichten Entschuldigung erklärte das Unternehmen: „Wir haben erkannt, dass wir hier einen Fehler begangen haben.“ Das Foto sei von den Social-Media-Kanälen entfernt worden, und man arbeite daran, es auch an anderen Orten löschen zu lassen.
Unternehmen zeigt Reue und Einsicht
„Dies hätte nicht passieren dürfen, und wir werden uns verbessern“, hieß es in der Erklärung weiter. Die Stellungnahme führte aus: „Wir entschuldigen uns. Wir verstehen, warum dieses Bild tief verletzend wirkt, und erkennen an, dass wir hier falsch lagen.“
Das beanstandete Foto war Teil einer Kampagne für das Modell Chuck 70 X, das international am 27. August auf den Markt kam. Die Werbekampagne zeigt die südkoreanische Sängerin Karina von der K-Pop-Gruppe Aespa, die in einer Reihe von Anzeigen für die Schuhe abgebildet ist.
Converse wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Massachusetts gegründet. Der legendäre Chuck Taylor Sneaker kam 1917 erstmals auf US-Basketballplätze und katapultierte die Marke zu weltweiter Bekanntheit. Seit 2003 ist Converse eine Tochtergesellschaft des Sportartikelriesen Nike.
Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie sensibel Unternehmen bei der Bildsprache in sozialen Medien agieren müssen. Selbst unbeabsichtigte Assoziationen können in Sekundenschnelle zu einem weltweiten Shitstorm führen und den Ruf einer traditionsreichen Marke beschädigen. Für Converse und Mutterkonzern Nike dürfte der Fall als Lehrstück dienen, künftige Kampagnen noch genauer auf mögliche Fehlinterpretationen zu prüfen.
