ANZEIGE

Chinas Aluminiumproduktion erreicht im August neues Rekordhoch

Starke Margen treiben Produktion auf 3,98 Millionen Tonnen trotz Kapazitätsdeckel.

2 Min
Chinas Aluminiumproduktion erreicht im August neues Rekordhoch

Die chinesische Aluminiumproduktion hat im August ein neues Rekordhoch erreicht. Wie das Staatliche Statistikamt (National Bureau of Statistics) am Dienstag mitteilte, stieg die Produktion um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,98 Millionen Tonnen. Damit übertraf China den bisherigen monatlichen Höchstwert von 3,979 Millionen Tonnen aus dem Juni nur knapp.

Bereits im Juli hatte die Produktion bei knapp unter 3,9 Millionen Tonnen gelegen. Grund für den Anstieg sind starke Margen, die die Hüttenwerke dazu veranlassen, die Ausbeute trotz eines seit Jahren bestehenden nationalen Kapazitätsdeckels zu maximieren.

In den ersten acht Monaten des Jahres produzierte China insgesamt 31,12 Millionen Tonnen Aluminium, ein Anstieg von 3,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Annualisiert würde die Produktion bei diesem Tempo auf etwa 46,7 Millionen Tonnen zulaufen – ein Wert, der deutlich über der offiziellen Kapazitätsobergrenze des Landes von 45 Millionen Tonnen liegt.

Kapazitätsdeckel seit 2017 in Kraft

China übt seit 2017 strenge Kontrollen über die Schmelzkapazität für Aluminium aus. Im vergangenen Jahr produzierte das Land 45,02 Millionen Tonnen Primäraluminium, ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass die Produktion weiterhin über der offiziellen Grenze liegen könnte.

Die höhere Produktion wurde durch starke Margen gestützt, die sich aus höheren Preisen infolge von Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten ergaben. Der Krieg in der Region hat die globalen Lieferketten für Rohstoffe belastet und die Preise nach oben getrieben.

Der Benchmark-Aluminiumpreis mit einer Laufzeit von drei Monaten legte in diesem Jahr bisher um nahezu 8 Prozent zu. Allein im August stand ein Plus von 1,82 Prozent zu Buche. Für die chinesischen Hüttenwerke rechnen sich die gestiegenen Preise unmittelbar in bessere Margen um.

Auch andere Nichteisenmetalle legen zu

Neben Aluminium verzeichnete auch die Produktion anderer Nichteisenmetalle einen Anstieg. Die Produktion von zehn Nichteisenmetallen, darunter Kupfer, Aluminium, Blei, Zink und Nickel, stieg im August um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 7,1 Millionen Tonnen.

In den Monaten Januar bis August erhöhte sich die Produktion dieser zehn Metalle um 2,9 Prozent auf 55,58 Millionen Tonnen. China bleibt damit der mit Abstand größte Produzent von Nichteisenmetallen weltweit.

Die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Produktion und der offiziellen Kapazitätsobergrenze wirft Fragen zur Durchsetzung der staatlichen Vorgaben auf. Analysten beobachten die Entwicklung genau, da eine dauerhafte Überschreitung der Grenzen zu politischen Gegenmaßnahmen führen könnte. Für den globalen Aluminiummarkt bleibt China der entscheidende Faktor: Jede Veränderung der chinesischen Produktion hat unmittelbare Auswirkungen auf die weltweiten Preise und Lieferketten.

AluminiumproduktionChinaKapazitätsdeckelNichteisenmetalleRohstoffpreiseStaatliches StatistikamtPrimäraluminium

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  3. Marktdissonanz: Die historische Umschichtung von Anleihen in Aktien
  4. Roundup-Streit: Bayer-Tochter Monsanto drängt auf Vergleichsgenehmigung
  5. Bitcoin-Rallye vor Fed-Entscheid und Krypto-Abstimmung im US-Senat

Disclaimer