Tungsten West startet Wolframproduktion in der Mine Hemerdon
AIM-notiertes Unternehmen nimmt Betrieb an einem der weltweit größten Wolframvorkommen auf.

Das an der Londoner Börse AIM notierte Bergbauunternehmen Tungsten West hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Die Produktion in der Mine Hemerdon im Vereinigten Königreich wurde aufgenommen. Die Lagerstätte gilt als eines der größten bekannten Wolframvorkommen der Welt.
Die Mine befindet sich derzeit in der nächsten Phase des operativen Hochfahrens. Ziel ist es, zur größten nicht-chinesischen Quelle für Wolframlieferungen weltweit aufzusteigen. Dies ist von strategischer Bedeutung, da China derzeit den globalen Wolframmarkt dominiert.
Produktionsziele und Zeitplan
Tungsten West strebt an, bis Ende des ersten Quartals des kommenden Jahres eine volle, stabile Produktionskapazität zu erreichen. Konkret plant das Unternehmen eine jährliche Verarbeitungskapazität von 332.000 Tonnen pro Jahr (t/y) Wolframtrioxid in Hemerdon.
Der Wiederaufnahmeprozess erfolgt phasenweise und hatte bereits im Jahr 2019 begonnen. Die nun erfolgte Aufnahme der Produktion ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zur vollständigen kommerziellen Förderung.
Bedeutung für den Wolframmarkt
Wolfram ist ein strategisch wichtiges Metall, das aufgrund seiner Härte und hohen Schmelztemperatur in vielen Industriezweigen eingesetzt wird. Dazu gehören die Rüstungsindustrie, der Maschinenbau sowie die Elektronik- und Halbleiterfertigung.
Die Mine Hemerdon in der Grafschaft Devon im Südwesten Englands hat das Potenzial, die Abhängigkeit Europas und der westlichen Welt von chinesischen Wolframimporten deutlich zu reduzieren. China kontrolliert derzeit rund 80 Prozent der weltweiten Wolframproduktion.
Ausblick
Mit der Aufnahme der Produktion rückt das ehrgeizige Ziel von Tungsten West näher, eine stabile und zuverlässige Wolframversorgung außerhalb Chinas zu etablieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen den Zeitplan für die volle Produktionskapazität einhalten kann.
Für Anleger bleibt abzuwarten, wie sich die operative Entwicklung auf die Finanzkennzahlen des Unternehmens auswirken wird. Die AIM-Notierung bietet dabei Zugang zu einem spezialisierten Rohstoffinvestment mit strategischer Bedeutung.
