Zanaga startet Massenprobenahme für Eisenerzprojekt im Kongo
30.000 Tonnen Erz werden abgebaut, um die Stage-1-Entwicklung voranzutreiben.

Die an der AIM notierte Zanaga Iron Ore Company (ZIOC) hat ein Update zum Bulk-Sampling-Programm am Projektstandort Zanaga in Kongo-Brazzaville veröffentlicht. Im Rahmen dieses Programms werden etwa 30.000 Tonnen Erz abgebaut, um eine 100 Tonnen schwere Kompositprobe der für die Stage-1-Operationen vorgesehenen Hämatitzone zusammenzustellen.
Die Stage 1 ist für eine Kapazität von 12 Millionen Tonnen pro Jahr ausgelegt. Die 100-Tonnen-Probe wird anschließend metallurgischen Tests unterzogen, um Pilotversuche im größeren Maßstab durchzuführen.
Ziel ist es, das überarbeitete Prozessfließschema zur Verarbeitung von direktreduziertem Eisen (DRI) des Projekts zu bestätigen. Zudem sollen ausreichende Mengen an Konzentrat für die Charakterisierung nach Spezifikation, die verfahrenstechnische Auslegung und Produkttests mit Stahlwerk-Kunden, unabhängigen Laboren und Abnehmern bereitgestellt werden.
Erste große Mobilisierung seit 2014
Dieses Programm markiert die erste größere Mobilisierung von Ausrüstung am Projektstandort seit 2014. Es stellt eine wichtige Aktivität dar, um das Front-End-Engineering-Design (FEED) abzuschließen und den Weg zu einer endgültigen Investitionsentscheidung sowie zum vollständigen Projektbau zu ebnen.
ZIOC weist darauf hin, dass die Mobilisierung von Ausrüstung und Personal im Juli begonnen hat. Dabei wurden Mittel aus der im Mai durchgeführten Kapitalerhöhung eingesetzt. Ein prominentes, vor Ort ansässiges Bauunternehmen für Erdarbeiten wurde beauftragt.
Das Unternehmen erklärt, dass die Aushubarbeiten gemäß den erforderlichen Umwelt- und Bergbaugenehmigungen fortgesetzt werden. Die vorgeschriebenen Konsultationsprozesse mit dem Staat und der lokalen Gemeinschaft sind abgeschlossen.
Detaillierte Einblicke in die Prozesszufuhr
Kompositproben der wichtigsten Hämatiterztypen werden einen detaillierten Einblick in die Prozesszufuhr für die ersten fünf bis zehn Jahre der Stage-1-Operationen bieten. Das Unternehmen betont, dass die Proben die metallurgischen Testarbeiten und die Pilotvalidierung des überarbeiteten DRI-Verarbeitungsfließschemas von Zanaga unterstützen werden.
Dies umfasst die Charakterisierung der Konzentratspezifikationen und die Kundentests. ZIOC erläutert, dass das Bulk-Sampling-Programm entscheidend dafür ist, ein großangelegtes Pilottestprogramm abzuschließen.
Es legt die geeignete Konfiguration für Brechung, Mahlung und Siebung für die vorgeschlagene Aufbereitungsanlage der Stage 1 fest. Zudem ermöglicht es, großmaßstäbliche Produkttests mit Stahlwerk-Kunden, unabhängigen Laboren und Abnehmern zu starten.
Umfang des Programms und Genehmigungen
Das Bulk-Sampling-Programm umfasst die Standortvorbereitung, Aushub, Probennahme und Kompositbildung sowie umfassende Materialcharakterisierungen. Laut ZIOC wurden erfolgreiche Genehmigungsberatungen mit den zuständigen Ministerien, der Präfektur, den Projektgemeinden und traditionellen Bewahrern abgeschlossen.
Diese Beratungen erfolgten entsprechend den von den jeweiligen Ministerien für Umwelt, Bergbauindustrie sowie Geologie erteilten Genehmigungen.
Es wird erwartet, dass das Bulk-Sampling und das damit verbundene metallurgische Testprogramm ein überarbeitetes Basisfall-Prozessfließschema für die Stage 1 unterstützen. Dieses zielt auf ein DRI-spezifisches Produkt ab und umfasst die Definition primärer und sekundärer Prozessanlagen sowie aktualisierte Massen-, Energie- und Wasserbilanzen.
Zudem liefert es die definitive Grundlage für Schätzungen der Kapitalkosten und Betriebskosten des Prozesses. Diese Ergebnisse fließen in die Anfragen an Hersteller der Originalausrüstung und Bauunternehmer ein, die während des FEED-Programms abgeschlossen werden sollen.
Kritischer Schritt für die Entwicklung
Das Unternehmen betrachtet dieses Programm als kritischen Schritt zur Vorantreibung der Entwicklung der Stage 1 von Zanaga und zur Stärkung der technischen Grundlage für künftige strategische Investitions- und Partnerschaftsverhandlungen.
„Nachdem ich in den letzten Monaten viel Zeit im Land und am Standort verbracht habe, bin ich sehr ermutigt von den Fortschritten, die unser Projektteam beim Bulk-Sampling-Programm macht, das weiterhin im Zeitplan liegt“, sagt Martin Knauth, CEO von ZIOC.
„Dieses Programm zielt darauf ab, das überarbeitete Basisfall-Fließschema für die Stage 1 zu definieren, das auf ein DRI-spezifisches Produkt abzielt, und gleichzeitig weitere Eingangsparameter zu liefern, die erforderlich sind, um den Weg zum Bergbau und zur Produktion definitiv zu kartieren. Ich freue mich darauf, unsere Stakeholder fortlaufend zu aktualisieren, während das Programm fortschreitet“, so Knauth weiter.
