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China plant massiven Ausbau der Chip-Produktion bis 2030

SMIC, Hua Hong und Huawei-nahe Hersteller wollen Kapazitäten für 7-nm- und 5-nm-Chips drastisch steigern.

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China plant massiven Ausbau der Chip-Produktion bis 2030

Chinas führende Chiphersteller rüsten massiv auf. Laut einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei planen Semiconductor Manufacturing International Co (SMIC), Hua Hong sowie mehrere mit Huawei verbundene Unternehmen den gezielten Ausbau ihrer Produktion fortschrittlicher Halbleiter – darunter Chips mit 7-Nanometer- (nm) und sogar 5-nm-Technologie.

Derzeit produziert China weniger als 20.000 Wafer solcher fortschrittlichen Chips pro Monat. Diesen Ausstoß will das Land innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre auf 100.000 Wafer steigern – eine Verfünffachung der aktuellen Kapazität. Als langfristiges Ziel streben die Unternehmen laut Nikkei-Insider-Quellen bis 2030 eine zusätzliche Kapazität von 500.000 Wafern an.

Strategische Bedeutung für Chinas Technologieunabhängigkeit

Der geplante Ausbau unterstreicht Chinas Entschlossenheit, im globalen Halbleiterrennen aufzuholen. Westliche Sanktionen – insbesondere US-amerikanische Exportbeschränkungen – haben chinesischen Herstellern den Zugang zu modernsten Fertigungsmaschinen wie den EUV-Lithografiesystemen des niederländischen Konzerns ASML weitgehend versperrt. Dennoch arbeiten SMIC und andere daran, mit alternativen Methoden an die technologische Grenze heranzurücken.

Für deutsche und europäische Anleger ist diese Entwicklung von erheblicher Relevanz. Der globale Halbleitermarkt wird durch den chinesischen Kapazitätsausbau unter Druck geraten, während gleichzeitig Unternehmen wie ASML, Infineon oder Aixtron im Wettbewerbsumfeld neu bewertet werden müssen. Der Chipsektor bleibt damit eines der geopolitisch sensibelsten Investitionsfelder weltweit.

Die 7-nm- und 5-nm-Technologien gelten als entscheidend für die Herstellung leistungsstarker Prozessoren, die in Smartphones, Hochleistungsrechnern und KI-Anwendungen eingesetzt werden. Dass China diese Leistungsklassen nun im großen Maßstab anstrebt, dürfte den Druck auf westliche Regierungen erhöhen, ihre Exportkontrollmaßnahmen weiter zu verschärfen.

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