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IQM: Finnisches Quantencomputing-Startup plant Börsengang mit 1,8 Milliarden Dollar Bewertung

Das finnische Startup IQM wird über eine SPAC-Fusion an der New Yorker Börse gelistet.

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IQM: Finnisches Quantencomputing-Startup plant Börsengang mit 1,8 Milliarden Dollar Bewertung

Das finnische Quantencomputing-Unternehmen IQM hat am Montag seinen geplanten Börsengang in New York bekanntgegeben. Das 2018 gegründete Startup fusioniert dafür mit der Zweckgesellschaft Real Asset Acquisition Corp (RAAQ) und erreicht damit eine anfängliche Eigenkapitalbewertung von 1,8 Milliarden US-Dollar.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre sowie weiterer regulatorischer Bedingungen. IQM strebt den Abschluss des Deals bis Juni 2025 an, die eigentliche Börsennotierung soll kurz darauf erfolgen. Zusätzlich prüft das Unternehmen eine Zweitnotierung an der Börse in Helsinki.

Durch die SPAC-Fusion könnte IQM Finanzmittel von über 300 Millionen US-Dollar einsammeln – in Form von privaten Investitionen in öffentliches Eigenkapital (PIPE) sowie Barmitteln aus dem Treuhandkonto von RAAQ, sofern keine Rücknahmen durch SPAC-Investoren erfolgen.

Starkes Wachstum trotz früher Entwicklungsphase

Erst im September hatte IQM in einer Serie-B-Finanzierungsrunde 320 Millionen US-Dollar eingesammelt, was das Unternehmen damals mit einer Milliarde Dollar bewertete. Angeführt wurde die Runde von der auf Cybersicherheit spezialisierten US-Investmentfirma Ten Eleven Ventures sowie der finnischen Risikokapitalgesellschaft Tesi.

IQM entwickelt sogenannte Full-Stack-Quantensysteme mit offener Architektur, die sowohl vor Ort installiert als auch über die Cloud genutzt werden können. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bislang 21 Quantensysteme an 13 Kunden verkauft und erzielte im Jahr 2025 einen ungeprüften Umsatz von mindestens 35 Millionen US-Dollar.

Quantencomputing: Milliardenmärkte im Entstehen

Quantencomputing gilt als Zukunftstechnologie mit enormem Potenzial: Die Systeme sollen klassische Computer bei komplexen Berechnungen weit übertreffen und Durchbrüche in Bereichen wie Medizin, Wissenschaft und Finanzen ermöglichen. Allerdings befinden sich die Technologien noch in einer frühen Phase – ein kommerzieller Einsatz in großem Maßstab wird erst gegen Ende des Jahrzehnts erwartet.

IQM ist dabei nicht der einzige europäische Akteur in diesem Wachstumsmarkt. Das britische Unternehmen Quantinuum sammelte im vergangenen Jahr in zwei Runden insgesamt 800 Millionen US-Dollar ein, das spanische Unternehmen Multiverse Computing sicherte sich 189 Millionen Euro in einer Serie-B-Runde. Beim staatlichen Engagement liegt China mit knapp 18 Milliarden US-Dollar an öffentlichen Investitionen weltweit vorne, knapp gefolgt von der Europäischen Union – so das European Centre for International Political Economy (ECIPE).

Für deutsche Privatanleger ist der geplante Börsengang von IQM ein Signal, dass der europäische Quantensektor reift. Sollte die Zweitnotierung in Helsinki tatsächlich kommen, könnte der Titel auch für europäische Investoren leichter zugänglich werden.

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