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Apple verlagert Mac-Mini-Produktion in Foxconn-Werk nach Houston

Der iPhone-Konzern baut seine US-Fertigung weiter aus – und reagiert damit auf den wachsenden politischen Druck aus Washington.

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Apple verlagert Mac-Mini-Produktion in Foxconn-Werk nach Houston

Apple verlagert einen Teil der Produktion seines Desktop-Computers Mac Mini von Asien in die USA. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll die Fertigung noch in diesem Jahr in einem Foxconn-Werk im Norden von Houston anlaufen. Es ist die jüngste Maßnahme des Konzerns, um seine Präsenz in den Vereinigten Staaten zu stärken.

Der Schritt folgt auf Apples Ankündigung vom vergangenen August, innerhalb der nächsten vier Jahre insgesamt 500 Milliarden US-Dollar in den USA zu investieren. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Apple mit einem Zoll von 25 Prozent auf im Ausland hergestellte Produkte gedroht. Diese Drohung markiert eine deutliche Kehrtwende gegenüber der bisherigen Politik, bei der Smartphones, Computer und andere Elektronikgeräte von mehreren Zollrunden auf chinesische Importe ausgenommen worden waren.

Asiatische Produktion läuft parallel weiter

Apples Chief Operating Officer Sabih Khan betonte gegenüber dem WSJ, dass die Produktion des Mac Mini in Asien fortgesetzt werde. Die dortigen Werke sollen die lokale Nachfrage decken, während die US-Montagelinie schrittweise hochgefahren wird. Ob Apple die Kapazitäten in Asien langfristig drosseln will, blieb zunächst offen.

Khan erklärte zudem, Apple sei zuversichtlicher bei der Prognose der langfristigen Nachfrage nach dem Mac Mini, der sich größerer Beliebtheit erfreue als der teurere Mac Pro. Neben der Fertigungslinie soll der Standort in Houston auch um ein neues Schulungszentrum für fortschrittliche Fertigungstechnologien erweitert werden. Apple selbst reagierte nicht auf eine Anfrage von Reuters.

Gemischte Bilanz bei US-Investitionsversprechen

Apples Ankündigungen zur US-Produktion haben in der Vergangenheit nicht immer gehalten, was sie versprachen. Im Jahr 2019 besichtigte Apple-Chef Tim Cook gemeinsam mit Trump eine Fabrik in Texas, die als neuer Produktionsstandort präsentiert wurde – tatsächlich wurden dort bereits seit 2013 Apple-Computer gefertigt. Diese Produktion hat Apple inzwischen nach Thailand verlagert.

Der Großteil der Apple-Produkte, darunter iPhones und iPads, wird weiterhin in Asien hergestellt, vor allem in China. In den vergangenen Jahren hat der Konzern jedoch zunehmend Teile der Fertigung nach Vietnam, Thailand und Indien ausgelagert. Die Houston-Initiative zeigt, dass Apple den politischen Druck aus Washington ernst nimmt – auch wenn die USA als Produktionsstandort strukturell teurer bleiben als Asien.

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