China investiert Hunderte Millionen Pfund in Großbritannien nach Starmer-Besuch
Diplomatisches Tauwetter zwischen London und Peking eröffnet neue Geschäftschancen und Handelsabkommen.

Chinesische Unternehmen haben im Zuge des Staatsbesuchs von Premierminister Keir Starmer neue Investitionen in Großbritannien in Höhe von mehreren Hundert Millionen Pfund zugesagt. Der viertägige China-Besuch des britischen Regierungschefs markiert einen Wendepunkt in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen nach Jahren der Zurückhaltung.
Bei seinem Treffen mit Präsident Xi Jinping sicherte Starmer Vereinbarungen, die neben den Direktinvestitionen auch britische Exporte im Wert von 2,2 Milliarden Pfund (rund 3 Milliarden US-Dollar) sowie einen erweiterten Marktzugang im Volumen von 2,3 Milliarden Pfund umfassen. Dies teilte das Büro des Premierministers in einer offiziellen Erklärung mit.
Die Abkommen decken verschiedene Wirtschaftssektoren ab und beinhalten sowohl neue Partnerschaften zwischen chinesischen und britischen Unternehmen als auch den Ausbau bestehender Geschäftsbeziehungen. Konkrete Zusagen machten unter anderem Technologie- und Handelskonzerne, deren Namen in der Überschrift genannt werden – darunter der E-Commerce-Riese JD.com und das Unterhaltungsunternehmen PopMart.
Neue Dynamik in den Handelsbeziehungen
Der Besuch Starmers gilt als Signal für ein diplomatisches Tauwetter zwischen beiden Nationen. In den vergangenen Jahren hatten sich die Beziehungen zwischen London und Peking abgekühlt, insbesondere aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Hongkong, Menschenrechte und Sicherheitsfragen. Die neue Labour-Regierung unter Starmer setzt nun auf einen pragmatischeren Kurs.
Für britische Unternehmen eröffnen die Vereinbarungen neue Chancen auf dem chinesischen Markt, der trotz wirtschaftlicher Herausforderungen mit seinen 1,4 Milliarden Konsumenten attraktiv bleibt. Gleichzeitig verschaffen sich chinesische Konzerne besseren Zugang zum britischen und europäischen Markt.
Die angekündigten Investitionen dürften vor allem in Bereiche wie erneuerbare Energien, Infrastruktur und Technologie fließen. Beide Seiten betonten die Bedeutung einer stabilen Wirtschaftspartnerschaft für Wachstum und Beschäftigung. Die konkreten Details der einzelnen Projekte und deren Umsetzungszeitpläne sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.
