Blizzard-Notstand: New York und Nachbarstaaten kämpfen gegen Schneesturm
Vier US-Bundesstaaten rufen den Notstand aus – bis zu 60 Zentimeter Schnee und Fahrverbote drohen.

Ein massiver Wintersturm hat den Nordosten der USA erfasst und die Gouverneure von New York, New Jersey, Connecticut und Massachusetts zur Ausrufung des Notstands gezwungen. Die Behörden verhängten weitreichende Fahrverbote für nicht lebensnotwendige Reisen und mobilisierten die Nationalgarde. Meteorologen erwarten Schneemengen von bis zu 24 Zoll – das entspricht rund 60 Zentimetern – sowie starke Winde.
Besonders hart trifft der Sturm den Luftverkehr: Bis zum frühen Sonntagnachmittag waren bereits rund 15.247 Flüge verspätet, weitere 3.509 wurden gestrichen. Am stärksten betroffen sind die New Yorker Flughäfen JFK und La Guardia sowie der Newark Liberty International Airport in New Jersey – drei der verkehrsreichsten Drehkreuze an der US-Ostküste.
Fahrverbote und Schulschließungen in New York City
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani ordnete eine vollständige Sperrung der Stadtstraßen für den nicht lebensnotwendigen Fahrzeugverkehr an – einschließlich Fahrräder und Motorroller. Das Verbot gilt von Sonntag 21:00 Uhr bis Montag 12:00 Uhr Ortszeit. Zudem wurden alle Schulgebäude der Stadt geschlossen.
Gouverneurin Kathy Hochul aktivierte 100 Mitglieder der Nationalgarde für Einsätze auf Long Island, in New York City und im Lower Hudson Valley. Damit sollen Rettungskräfte und kritische Infrastruktur unterstützt werden.
Weitere Bundesstaaten ergreifen Schutzmaßnahmen
In Connecticut verhängte Gouverneur Ned Lamont ab Sonntag 17:00 Uhr ein Fahrverbot für den gewerblichen Verkehr auf allen staatlichen Autobahnen. Die Maßnahme soll verhindern, dass Lkw auf vereisten Straßen liegen bleiben und Rettungswege blockieren.
Massachusetts-Gouverneurin Maura Healey rief ebenfalls den Notstand aus und mobilisierte bis zu 200 Mitglieder der Nationalgarde. Der Bundesstaat schränkte nicht lebensnotwendige Reisen ab Sonntagabend ein. Für deutsche Reisende und Geschäftsleute mit geplanten Transatlantikflügen in die Region empfiehlt sich eine dringende Überprüfung der Flugverbindungen.
