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Big-MAC-Trade: Warum Trump die Midterms fürchten muss

Trumps Beliebtheit sinkt auf Rekordtief. Mit minus 19 Prozent Netto-Zustimmung steht der US-Präsident unter Druck – die Midterms im Herbst könnten seine Politik grundlegend verändern.

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Big-MAC-Trade: Warum Trump die Midterms fürchten muss

Die Amtszeit von Donald Trump verläuft turbulenter als erwartet. Während der US-Präsident auf der Weltbühne mit Grönland-Plänen für Schlagzeilen sorgt, zeigt sich in der Heimat ein anderes Bild: Seine Beliebtheitswerte sind auf einem historischen Tiefstand angelangt.

Rekordtief bei Zustimmungswerten

Mit einem Netto-Zustimmungswert von minus 19 Prozent erreicht Trump einen neuen Negativrekord. Zum Vergleich: Joe Biden lag zum gleichen Zeitpunkt seiner Amtszeit bei minus 11 Prozent, Trump selbst während seiner ersten Amtszeit bei minus 12 Prozent. Besonders brisant: Selbst bei den eigenen Parteigängern bröckelt die Unterstützung. Laut aktuellen Umfragen lehnen 86 Prozent der US-Bürger eine gewaltsame Übernahme Grönlands ab – darunter 68 Prozent der Republikaner.

Inflation belastet amerikanische Verbraucher

Die amerikanischen Wähler interessieren sich weniger für geostrategische Ambitionen als vielmehr für ihren Geldbeutel. Anhaltende Inflation und steigende Immobilienpreise drücken massiv auf die Konsumlaune. Inzwischen hält hauptsächlich die Oberschicht die Konjunktur am Laufen – finanziert durch wertvolle Aktienportfolios, die von den jüngsten Börsenrekorden profitieren.

Der neue Big-MAC-Trade

An der Wall Street macht bereits ein neues Mantra die Runde. Nach dem TACO-Trade des vergangenen Jahres – "Trump Always Chickens Out" – sprechen Investoren nun vom Big-MAC-Trade. Die Abkürzung steht für "Midterms Are Coming" und verweist auf die im Herbst anstehenden Zwischenwahlen.

Ed Clissold, Chefstratege bei Ned Davis Research und Erfinder des Begriffs, warnt jedoch: Der Big-MAC-Trade ist keine simple Fortsetzung des TACO-Prinzips. Vielmehr könnten einzelne Branchen im Jahresverlauf empfindliche Kursverluste erleiden.

Branchen im Visier des Präsidenten

Besonders gefährdet sind Sektoren, die Trump im Zusammenhang mit hohen Verbraucherkosten ins Visier nehmen könnte. Kreditkartenfirmen, Pharmaunternehmen und Ölkonzerne stehen unter verschärfter Beobachtung. Mit Blick auf frustrierte Wähler und die nahenden Midterms könnte der Präsident hier verstärkt regulatorischen Druck ausüben.

Tech-Giganten bleiben verschont

Eine beruhigende Nachricht für Anleger: Die großen Technologieaktien, die maßgeblich die Richtung der Aktienmärkte bestimmen, behandelt Trump bisher mit Samthandschuhen. Der Grund liegt auf der Hand – neue Börsenrekorde sind für den Präsidenten politisch unverzichtbar.

Zeitdruck durch Wahltermin

Die Uhr tickt für Trump. Will er bei den Midterms im Herbst eine gute Figur machen, muss er in den kommenden Monaten auf globaler Bühne weniger Chaos verursachen und im Inland die Wirtschaft stabilisieren. Die Herausforderung: Gleichzeitig steigenden Preisen Einhalt gebieten, ohne die Konzerne zu verärgern, die seine Basis finanzieren.

Chancen für europäische Anleger

Für europäische Investoren könnte der Big-MAC-Trade durchaus positive Signale senden. Mit zunehmendem Wahlkampfdruck könnte die zweite Jahreshälfte versöhnlicher werden – auch im transatlantischen Verhältnis. Trump wird sich kaum leisten können, gleichzeitig an mehreren Fronten für Unsicherheit zu sorgen.

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