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Berkshire Hathaway in der Rezession: Was die Historie verrät

Wie sich die Aktie von Warren Buffetts Konglomerat in wirtschaftlichen Schwächephasen tatsächlich geschlagen hat.

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Berkshire Hathaway in der Rezession: Was die Historie verrät

**Berkshire Hathaway in der Rezession: Was die Historie verrät

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Steigende Zinssätze und die wachsende Sorge vor einer möglichen Rezession treiben viele Anleger um. Die Suche nach defensiven Positionen, die auch in schwierigen Marktphasen stabil bleiben, läuft auf Hochtouren. Berkshire Hathaway, das Konglomerat von Warren Buffett, steht dabei oft ganz oben auf der Liste. Doch wie hat sich die Aktie tatsächlich in vergangenen Rezessionen geschlagen? Die Datenlage ist aufschlussreich.

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Das Geschäftsmodell jenseits der Aktienauswahl

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Viele Anleger verbinden Berkshire Hathaway vor allem mit seinen prominenten Aktienbeteiligungen. Doch das ist nur ein Teil des Gesamtbildes. Nur etwa ein Drittel des aktuellen Marktwerts von rund 1,1 Billionen US-Dollar entfällt auf die einzelnen Aktienpositionen. Mehr als ein weiteres Drittel repräsentiert den Wert der Dutzenden privaten Unternehmen, die Berkshire vollständig besitzt. Dazu zählen bekannte Namen wie GEICO, Duracell, Dairy Queen, Fruit of the Loom oder Clayton Homes.

Die operativen Gewinne dieser Tochtergesellschaften fließen direkt in die Bilanz des Mutterkonzerns. Im zweiten Quartal beliefen sie sich auf rund 13 Milliarden US-Dollar – ein eher typischer Wert. Diese sogenannten "Cash Cows" sind weitgehend unabhängig von den täglichen Stimmungsschwankungen an den Börsen. Theoretisch macht das Berkshire zu einer scheinbar idealen Wahl in einem rezessiven Umfeld.

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Die Rezessionen der letzten 30 Jahre

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Die USA haben in den vergangenen drei Jahrzehnten nur drei Rezessionen erlebt. Diese waren jedoch ungewöhnlich heftig. Die Frage ist, ob Berkshire Hathaway in diesen Phasen tatsächlich standhalten konnte.

Die Corona-Pandemie Anfang 2020 traf den gesamten Markt mit voller Wucht. Auch Berkshire-Aktien entkamen dem von Ängsten getriebenen Verkaufsdruck nicht. Der damalige Ausverkauf war jedoch weitgehend willkürlich und spiegelte keine fundamentale Analyse der zugrunde liegenden Geschäfte wider.

Ähnlich erging es Berkshire während der Finanzkrise 2008, die durch den Zusammenbruch des Subprime-Hypothekenmarktes ausgelöst wurde. Diese Krise erfasste weite Teile des Kreditmarktes und traf auch Immobiliengeschäfte, in denen Berkshire stark engagiert ist. Auch hier konnte sich die Aktie dem Abwärtstrend nicht entziehen.

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Die Ausnahme: Die Dotcom-Blase

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Ein völlig anderes Bild zeigt sich beim Blick auf die Rezession Anfang der 2000er Jahre. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase entwickelte sich Berkshire Hathaway in nahezu perfekter Opposition zum S&P 500. Zwischen 1999 und 2003, als der breite Markt massiv korrigierte, hielt die Berkshire-Aktie nicht nur stand, sondern legte zu.

Der Grund ist simpel: Warren Buffett war nie ein Fan der hochspekulativen Technologieaktien, die den Bullenmarkt der späten 1990er Jahre anführten. Berkshire besaß keine dieser Namen. Als diese Aktien ab 2000 implodierten, erwies sich das Portfolio plötzlich als brillante defensive Position.

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Keine Garantie für die Zukunft

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Die entscheidende Frage für Anleger ist, ob sich diese Geschichte wiederholen lässt. Zwei Faktoren sprechen dagegen, blind darauf zu vertrauen. Erstens ist nicht garantiert, dass die Anleger von heute die defensive Struktur des Konglomerats genauso erkennen und honorieren wie im Jahr 2000. Wenn sie es nicht tun, könnte die Aktie trotzdem fallen.

Zweitens ist Berkshire heute nicht mehr völlig immun gegen technologiebedingte Verkäufe. <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, der Mutterkonzern von Google, macht rund ein Zehntel des aktuellen Aktienportfolios von Berkshire im Wert von 360 Milliarden US-Dollar aus. Auch wenn diese Position von 36 Milliarden US-Dollar nur ein Bruchteil des Gesamtwerts ist, könnten Anleger die Aktie dennoch unverhältnismäßig bestrafen, nur weil Berkshire diese Beteiligung überhaupt hält.

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Fazit für Anleger**

Berkshire Hathaway bleibt eine besser geeignete Wahl als die meisten Alternativen in einer Rezession, einschließlich eines einfachen S&P-500-Indexfonds. Eine Garantie, dass die Aktie nicht fällt, gibt es jedoch nicht. Was Anleger auf keinen Fall tun sollten, ist der Versuch, den Ein- und Ausstieg perfekt auf die Hochs und Tiefs des Marktes abzustimmen. Angesichts der Unwahrscheinlichkeit, diese Wendepunkte erfolgreich zu identifizieren, könnte ein solcher Plan die Auswirkungen einer Rezession sogar noch verschlimmern.

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