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Bank of Japan hält Zinsen stabil – Asiens Börsen steigen

Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag Zugewinne, nachdem die Bank of Japan ihren Leitzins bei 0,75% beließ. Japans Nikkei 225 legte 0,3% zu, während Südkoreas Kospi um 0,8% stieg.

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Bank of Japan hält Zinsen stabil – Asiens Börsen steigen

Die Börsen im asiatisch-pazifischen Raum zeigten sich am Freitag überwiegend freundlich und folgten damit den positiven Vorgaben der Wall Street. Im Fokus stand die Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ), die ihren Leitzins erwartungsgemäß bei 0,75% beließ.

Politischer Hintergrund in Japan

Die Entscheidung der japanischen Notenbank fällt in eine politisch bewegte Zeit. Premierministerin Sanae Takaichi, die für eine lockere Geldpolitik und fiskalische Unterstützung eintritt, löste am Freitag das Unterhaus auf. Am 8. Februar stehen vorgezogene Neuwahlen an, bei denen sich Takaichi erstmals den Wählern stellt.

Entwicklung am Anleihenmarkt

Am japanischen Rentenmarkt kam es zu bemerkenswerten Bewegungen. Die Renditen 40-jähriger Staatsanleihen sanken um über 4 Basispunkte auf 3,953%, nachdem sie am Dienstag ein Rekordhoch erreicht hatten. Gleichzeitig stiegen die Renditen kürzerer Laufzeiten: Die 10-jährige Rendite kletterte um rund 2 Basispunkte auf 2,259%, während die 20-jährige um weniger als einen Basispunkt auf 3,204% zulegte.

Ausblick der Analysten

HSBC erwartet die nächste Zinserhöhung der Bank of Japan erst im Juli 2026 um 25 Basispunkte. Sollte sich der Yen jedoch weiter abschwächen, könnte bereits im April eine Anhebung erfolgen. Als möglichen Zeitpunkt nennt die Bank die Veröffentlichung des vierteljährlichen Konjunkturberichts der BoJ sowie die Shunto-Lohnverhandlungen. Eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte könnte später im Jahr 2026 folgen.

Inflationsdaten entspannen sich

Japans Gesamtinflation verlangsamte sich im Dezember deutlich auf 2,1% – den niedrigsten Stand seit März 2022. Die Kerninflationsrate lag im Jahresvergleich bei 2,4% und entsprach damit den Analystenschätzungen.

Börsenentwicklung in Asien

Der japanische Nikkei 225 gewann 0,3%, während der breiter gefasste Topix um 0,6% zulegte. In Südkorea stieg der Kospi um 0,8%, der Nebenwerteindex Kosdaq sogar um 1,86%. Der Hongkonger Hang Seng Index legte 0,27% zu, während Chinas CSI 300 um 0,29% nachgab.

Technologiewerte unter Druck

Einige asiatische Technologiewerte gerieten unter Verkaufsdruck, nachdem Intel-Aktien im nachbörslichen US-Handel um 13% eingebrochen waren. Der US-Chiphersteller hatte trotz übertroffener Gewinnerwartungen im vierten Quartal eine verhaltene Prognose für das laufende Quartal abgegeben. SoftBank Group verlor über 4%, Lasertec fiel um fast 6%, Tokyo Electron gab über 1% nach, und Südkoreas SK Hynix sank um 1%.

Wall Street gibt positive Impulse

Über Nacht hatten die US-Börsen ihre Gewinne ausgebaut, nachdem die Spannungen um Grönland nachgelassen hatten. Der Dow Jones Industrial Average legte um 306,78 Punkte oder 0,63% auf 49.384,01 Punkte zu und erholte sich damit von den Verlusten nach Präsident Donald Trumps Ankündigung neuer Europazölle. Der S&P 500 kletterte um 0,55% auf 6.913,35 Punkte, während der Nasdaq Composite um 0,91% auf 23.436,02 Punkte zulegte, gestützt durch Kursgewinne bei Nvidia, Microsoft und Meta Platforms.

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