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Bank of Japan hält Zinsen stabil – Ueda signalisiert weitere Erhöhungen

Die Bank of Japan (BoJ) beließ ihren Leitzins bei 0,75 Prozent und bekräftigte ihre Bereitschaft zu weiteren Zinsanhebungen. Gouverneur Kazuo Ueda betonte das Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung Japans.

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Bank of Japan hält Zinsen stabil – Ueda signalisiert weitere Erhöhungen

Die Bank of Japan (BoJ) hat am Freitag erwartungsgemäß ihren Leitzins bei 0,75 Prozent belassen. Die Entscheidung folgt nur wenige Wochen nach der jüngsten Zinserhöhung im Dezember 2024, als die Notenbank den Satz von 0,5 auf 0,75 Prozent angehoben hatte. Trotz der Zinspause signalisierte BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda auf der anschließenden Pressekonferenz weiteres Straffungspotenzial.

Wirtschaftsprognosen angehoben

Die japanische Notenbank hob ihre Wachstumsprognosen an und behielt gleichzeitig ihre restriktiven Inflationsausblicke bei. Dies unterstreicht das Vertrauen der Währungshüter, dass die moderate wirtschaftliche Erholung weitere Zinsschritte rechtfertigen könnte. "Wir werden die Zinssätze weiter anheben, wenn sich unsere Wirtschafts- und Preisprognosen verwirklichen", erklärte Ueda.

Akkommodierende Finanzierungsbedingungen

Trotz der bisherigen Zinserhöhungen bleiben die Finanzierungsbedingungen in Japan nach Einschätzung der BoJ weiterhin akkommodierend. "Der Finanzierungsbedarf der Unternehmen steigt weiterhin moderat. Das Kreditvergabeverhalten der Banken bleibt aktiv", sagte der Notenbankchef. Allerdings räumte er ein, dass es Zeit brauche, die Auswirkungen der vergangenen Zinsschritte vollständig zu bewerten.

Flexible Reaktion auf Zinsanstiege

Besondere Aufmerksamkeit widmete Ueda den jüngsten Anstiegen der langfristigen Zinssätze. "Die langfristigen Zinssätze steigen in einem recht schnellen Tempo", konstatierte er. Die BoJ sei bereit, flexible Maßnahmen zu ergreifen, um mit außergewöhnlichen Marktbewegungen umzugehen. Eine enge Kommunikation mit der Regierung sei dabei gewährleistet.

Yen-Entwicklung im Fokus

Zur Entwicklung des japanischen Yen äußerte sich Ueda zurückhaltend, wies aber auf die Inflationsrisiken einer Yen-Schwäche hin. "Wenn der Yen schwächer wird, würden die Importpreise steigen, was die Inflation vorübergehend in die Höhe treiben könnte", warnte der Gouverneur. Unternehmen könnten dann aggressiver bei der Weitergabe steigender Importkosten vorgehen.

Datenabhängiger Ansatz

Das weitere Tempo und der Pfad der Zinsanhebungen werden laut Ueda von den jeweiligen wirtschaftlichen Entwicklungen abhängen. "Wir werden bei jeder geldpolitischen Sitzung die verfügbaren Daten sorgfältig prüfen und unsere Einschätzung der Wirtschafts- und Preisentwicklungen aktualisieren", versicherte der BoJ-Chef. Dieser datenabhängige Ansatz gibt der Notenbank maximale Flexibilität bei ihren künftigen Entscheidungen.

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