ANZEIGE

Bank of England hebt Leitzins auf 4 Prozent: Drei Folgen

Die Bank of England erhöht den Leitzins erstmals seit mehr als drei Jahren – mit Folgen für Sparer, Unternehmen und Hypothekennehmer.

•• 4 Min
Bank of England hebt Leitzins auf 4 Prozent: Drei Folgen

Die Bank of England hat den Leitzins zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren angehoben – von 3,75 Prozent auf 4 Prozent. Der Schritt fällt in eine Phase, in der die Notenbank die Preissteigerungen auf einem stabilen Niveau halten will. Für Verbraucher und Unternehmen im Vereinigten Königreich hat die Entscheidung ganz unterschiedliche Folgen.

Die geldpolitischen Entscheidungsträger der Bank of England passen die Leitzinsen an, um ihrer Rolle nachzukommen, die Preissteigerungen stabil zu halten. Höhere Zinsen sollen dazu anregen, weniger auszugeben, was die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen dämpft und so Preiserhöhungen begrenzt. Dieser Mechanismus wirkt sich auf Unternehmen in zweierlei Hinsicht aus: Weniger Geld bei den Kunden kann dazu führen, dass sie weniger verkaufen, gleichzeitig steigen die Kosten für Kredite zur Investition.

Unternehmen rechnen mit weniger Beschäftigung und mehr Robotern

Viele Unternehmen, insbesondere kleine Betriebe, verfügen über variable Kreditzinsen, die vom Leitzins der Bank beeinflusst werden. Sie geben an, dass höhere Zinsen ihre Fähigkeit einschränken, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Lohnerhöhungen zu gewähren. Mitchell Barnes, Gründer und Chief Executive von Ryse 3D, das 3D-Teile für die Verteidigungs- und Automobilindustrie herstellt, sagte, die „Realität“ steigender Zinsen bestehe darin, die Kosten für Mitarbeiter und Personal zu betrachten. Das könnte eine stärkere Nutzung von Robotern anstelle von Arbeitern bedeuten.

„Es wird Probleme mit der Beschäftigung in allen Sektoren verursachen“, sagte er. „Sie werden eine rückläufige Beschäftigung, mehr Automatisierung und den vermehrten Einsatz von Robotik in Einrichtungen sehen, einfach um die Effizienz zu steigern und das Geld weiter strecken zu müssen.“

Sparer profitieren, wenn sie ihr Geld aktiv verlagern

Der Leitzins – und wohin er zukünftig gehen wird – hat erheblichen Einfluss auf die Zinssätze, die Kunden für Sparprodukte angeboten werden. Wer für etwas Kostspieliges spart, etwa einen Urlaub, oder für etwas sehr Kostspieliges wie ein Eigenheim, für den könnte eine Zinserhöhung eine gute Nachricht sein. Während der gesamten 2010er-Jahre waren die Renditen für Sparer aufgrund niedriger Zinsen schlecht, doch auch die Kreditkosten waren niedrig. Laut Experten ist die Lösung damals wie heute sicherzustellen, dass man sein Vermögen dorthin verlagert, wo man die bestmöglichen Zinssätze erzielt.

Wer sein Geld auf einem alten Konto liegen lässt, das neuen Kunden nicht mehr angeboten wird, statt den Markt zu vergleichen, kann für seine Loyalität bestraft werden. „Sparer haben jahrelang unbelohnte Loyalität erduldet; diejenigen, die [ein Bargeldvermögen von 20.000 Pfund] auf geschlossenen Konten belassen, haben im Vergleich zu leicht zugänglichen Konten, die aktiv beworben werden, in den letzten drei Jahren zusätzliche 139 Pfund verloren“, sagte Rachel Springall vom Finanzinformationsdienst Moneyfacts. Sie fügte hinzu, dass das Festlegen des Geldes für einen längeren Zeitraum durch ein Festgeldgeschäft in der Regel lukrativer ist. Die andere Seite der Medaille: Mieten während des Sparens kann teurer werden, da ein steigender Leitzins die Kosten für Vermieter durchaus erhöhen kann.

Variable Hypotheken treffen Kreditnehmer sofort

Die großen Verlierer einer Zinserhöhung sind diejenigen, die Geld leihen, und speziell diejenigen mit variablen Hypothekenzinsen. Etwa 500.000 Hauseigentümer haben eine Hypothek, die dem Leitzins der Bank of England „folgt“. Jeder Anstieg des Leitzinses bedeutet eine Erhöhung der monatlichen Ratenzahlungen für das ausstehende Darlehen. Bei einem typischen Darlehen steigen die Kosten jetzt, da die Bank den Basiszinssatz erhöht hat, um etwa 31 Pfund pro Monat, wobei dies von der Höhe der Kredite der einzelnen Personen abhängt.

Eine weitere halbe Million Hauseigentümer mit Standardvariablenzinsen (SVR) muss abwarten, ob ihr Kreditgeber einen möglichen Zinsanstieg der Bank weitergibt. Typischerweise würde dies bei einem Anstieg um 0,25 Prozentpunkte zu einer Erhöhung der Ratenzahlung um 14 Pfund pro Monat führen. Wer wie 87 Prozent der Hypothekeneigentümer einen Festzinsvertrag hat, bleibt bis zum Ende des aktuellen Vertrags – in der Regel zwei oder fünf Jahre – von Änderungen verschont.

Die Kreditgeber hatten den neuesten Zinsanstieg bei der Angebotserstellung für neue Geschäfte bereits „eingepreist“. Entscheidend dafür, was sie als Nächstes anbieten, sind die Erwartungen bezüglich des Leitzinses für das kommende Jahr. Die durchschnittlichen Zinssätze für Festgeschäfte sind jetzt viel höher als zu Beginn des Jahres prognostiziert. Das bedeutet, dass diejenigen, die möglicherweise nach dem Boom auf dem Wohnungsmarkt nach der Covid-Pandemie neu verschulden, mit höheren Hypothekenraten rechnen müssen. Einige Menschen haben sich entschieden, stattdessen auf Tracker-Geschäfte umzusteigen und dabei eine Einschätzung vorzunehmen – einschließlich eines gewissen Risikos –, dass der Leitzins nicht zu einer Reihe weiterer Anstiege führen wird.

Bank Of EnglandLeitzinsZinserhöhungHypothekenSparerFestzinsVariable HypothekStandardvariablenzinsen

Meistgelesene News

  1. Deutsche Telekom bremst Fusion mit T-Mobile US aus
  2. SpaceX-Aktie: Was 10.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten
  3. Kellogg's ersetzt Reiskörner in Rice Krispies wegen Wetterbedingungen
  4. Motley Fool: Nvidia, Micron und Broadcom sind die Top-KI-Aktien im November
  5. Okta steigt nachbörslich nach Aufnahme in den S&P 500

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.