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Autistische Athleten feiern inklusives Tennis-Turnier bei US Open

Love Serving Autism bringt Tennis-Therapie auf die große Bühne der US Open in New York.

2 Min
Autistische Athleten feiern inklusives Tennis-Turnier bei US Open

Junge Athleten mit Autismus standen in diesem Jahr im Mittelpunkt der US Open. Sie nahmen an einer Veranstaltung teil, die vom U.S. Tennis Association (USTA) und der Nonprofit-Organisation Love Serving Autism organisiert wurde. Die Aktion machte auf die Bedeutung von inklusiven Sportprogrammen aufmerksam.

Love Serving Autism ist eine landesweit tätige Organisation mit Sitz in Florida. Sie nutzt Racketsportarten wie Tennis, Pickleball und Padel als spezialisierte Therapieform für Menschen mit Autismus. Ziel ist es, entwicklungsbezogene Bedürfnisse zu fördern, die körperliche Gesundheit zu stärken und Kommunikationsfähigkeiten aufzubauen.

Seit der Gründung im Jahr 2017 hat die Initiative Tausende von Menschen erreicht. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 6.000 Personen an den Programmen teil. Der jüngste Athlet war dabei erst drei Jahre alt. Die Organisation ist inzwischen auf 77 Standorte in den USA und im Ausland angewachsen.

Therapeutischer Ansatz auf dem Tennisplatz

Die Athleten wurden auf dem Platz von Trainern unterstützt, die eng mit Sprachtherapeuten, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Verhaltenstherapeuten zusammenarbeiten. Dieser interdisziplinäre Ansatz soll motorische Fähigkeiten verbessern, soziales Engagement fördern und das Selbstvertrauen der Teilnehmer stärken. Die Hoffnung ist, dass die auf dem Platz erworbenen Fähigkeiten auch im Alltag Bestand haben.

„Es hilft mir zu wissen, dass man alles erreichen kann, was man sich vornimmt“, sagte Lexi Fendelle, eine 22-jährige Teilnehmerin des Programms. Ihre Aussage unterstreicht die positive Wirkung, die das Angebot auf die jungen Menschen hat.

Lisa Pugliese-LaCroix, CEO und Gründerin von Love Serving Autism, ist ehemalige Profi-Tennisspielerin und zertifizierte Logopädin mit Spezialisierung auf Autismus. Sie entwickelte das Programm, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden, die sie bereits betreute. „Einige unserer Athleten sind seit fast zehn Jahren bei uns, und es ist wunderbar, die Auswirkungen auf ihr Leben zu sehen“, sagte Pugliese-LaCroix.

Hintergrund: Autismus und seltene Erkrankungen

Millionen Menschen in den USA leben mit Autismus. Die Centers for Disease Control (CDC) geben an, dass etwa eines von 31 Kindern im Alter von über acht Jahren mit dieser Störung diagnostiziert wurde. Untersuchungen legen nahe, dass bei einer signifikanten Anzahl der diagnostizierten Personen eine genetische Ursache vorliegen könnte. Nicht jeder Mensch mit Autismus hat eine seltene Erkrankung, jedoch kann Autismus ein häufiges Symptom bestimmter seltener Störungen sein.

Love Serving Autism finanziert sich hauptsächlich durch private Spenden und Zuschüsse. Die Gruppe ist seit ihrer Gründung Partner der USTA. Gemeinsam arbeiten die Organisationen daran, Menschen, die oft an den Rand gedrängt werden, die Chance zu geben, aktiv am Sport teilzunehmen.

Freude und Gemeinschaft im Fokus

Für Pugliese-LaCroix ist die Freude der Teilnehmer der schönste Aspekt ihrer Arbeit: „Die Freude, die sie auf dem Platz zeigen, lächelnd und lachend. Einige von ihnen sprechen jetzt verbal und reden, und sie lieben Tennis. Dies ist ihre Familie.“

Der Auftritt bei den US Open zeigt, dass inklusive Sportprogramme nicht nur therapeutischen Wert haben, sondern auch auf großer Bühne sichtbar gemacht werden können. Die Veranstaltung sendet ein starkes Signal für mehr Teilhabe und Akzeptanz von Menschen mit Autismus im Sport.

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