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Asiatische Währungen unter Druck: Yen gibt nach vor Fed und BOJ

Yen fällt von Sieben-Monats-Hoch zurück, während Märkte auf Fed- und BOJ-Entscheidungen blicken.

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Asiatische Währungen unter Druck: Yen gibt nach vor Fed und BOJ

Der japanische Yen hat sich am Dienstag weiter von seinem Sieben-Monats-Hoch entfernt, während der US-Dollar vor den geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve und der Bank of Japan (BOJ) auf ein Zwei-Wochen-Hoch zusteuerte. Die Märkte positionieren sich für eine Zinserhöhung der BOJ am Freitag sowie für eine nahezu sichere Zinsanhebung der Fed am Mittwoch.

Der US-Dollar-Index lag bei rund 99,60 und stieg um 0,12 Prozent, nachdem die Ölpreise gestiegen waren und die Renditen für US-Staatsanleihen zulegen konnten. Dies bestärkte die Erwartungen, dass die Fed den Zinserhöhungszyklus wieder aufnehmen wird. Das EUR/USD-Paar fiel um 0,11 Prozent auf 1,1537, während das GBP/USD-Paar um 0,12 Prozent auf 1,3485 absank.

Das USD/JPY-Paar des Yens stieg um 0,24 Prozent auf 154,70, wodurch der Yen weiter unter seinem letzten Woche erreichten Sieben-Monats-Hoch von 152,89 verblieb. Die Märkte preisen eine BOJ-Zinserhöhung um 25 Basispunkte am Freitag ein, wodurch die Währung sensibel auf Signale zum Tempo weiterer Verschärfungen reagiert.

Fed-Entscheidung und Ölpreise im Fokus

Die Märkte sehen eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve am Mittwoch als nahezu sicher an. Der CME FedWatch indizierte eine Wahrscheinlichkeit von etwa 93 Prozent für eine Erhöhung, die die erste in mehr als drei Jahren wäre. Diese Bewegung ist bereits stark in den Märkten eingepreist, sodass die nächste Richtung des Dollars davon abhängt, ob die Fed die Tür für zusätzliche Verschärfungen offen lässt.

Die Ölpreise haben den zusätzlichen Druck verstärkt. Steigende Rohölpreise treiben die Renditen für Staatsanleihen in die Höhe und schüren Inflationsbedenken, was die Aussichten für Zentralbanken kompliziert und insbesondere importabhängige Währungen belastet.

DBS warnte davor, den vor dem FOMC-Treffen erzielten Dollar-Gewinnen hinterherzujagen. Die Bank sagte, dass die Märkte bereits einen Zinsanhebungszyklus der Fed einkalkulieren, obwohl ein Aussetzen weiterhin ein Risiko darstellt. Zwei hochrangige Fed-Beamte hatten demnach ihre Bereitschaft signalisiert, die Zinsen vor der Blackout-Phase unverändert zu lassen.

BOJ-Signale entscheidend für Yen

Der Yen schwächte sich gegen 0,2 Prozent auf 154,72 pro Dollar ab und setzte seinen Rückzug vom Sieben-Monats-Hoch der Vorwoche fort. Die Währung bleibt durch die Erwartung gestützt, dass die BOJ am Freitag die Zinsen anhebt, doch die Märkte konzentrieren sich zunehmend darauf, was die politischen Entscheidungsträger zum Tempo künftiger Zinserhöhungen signalisieren.

Eine BOJ-Erhöhung um 25 Basispunkte wird weithin erwartet, was bedeutet, dass die Leitlinien für den Yen möglicherweise wichtiger sind als die Maßnahme selbst. Die jüngste Stärke des Yens spiegelt auch eine breitere Neubewertung der japanischen Geldpolitik wider, nachdem die Währung diesen Monat vor ihrem neuesten Rückgang um etwa 4 Prozent gewonnen hatte.

Breiterer Druck auf asiatische Währungen

Höhere Energiepreise setzen erneut Druck auf die Währungen von ölimportierenden Volkswirtschaften. Der australische Dollar lag bei rund 0,7120 US-Dollar, während der neuseeländische Dollar auf 0,5756 US-Dollar abschwächte. Die Paare USD/CNH und USD/CNY stiegen marginal an.

Der südkoreanische Won schwächte sich ab, wobei das USD/KRW-Paar um 0,6 Prozent auf 1.354,84 Won stieg. Das USD/INR-Paar legte um 0,1 Prozent zu, während das USD/SGD-Paar um 0,2 Prozent gewann. Auch der malaysische Ringgit schwächte sich ab, wobei USD/MYR um 0,1 Prozent stieg.

Die indonesische Rupiah stand ebenfalls unter Druck, wobei USD/IDR um 0,2 Prozent bei 17.682,5 lag. Dies geschah, nachdem Präsident Prabowo Subianto am Montag Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa durch den Vize-Finanzminister Suahasil Nazara ersetzte.

Radhika Rao, Senior Economist bei DBS, sagte, die initiale Marktreaktion sollte konstruktiv sein, wobei die fiskalische Glaubwürdigkeit den Anleihemarkt und die Währung stützen würde. Sie fügte hinzu, dass die Renditen kurzfristig wahrscheinlich erhöht bleiben werden, da sie den US-Anleihemärkten folgen, während USD/IDR voraussichtlich im Bereich von 17.600 bis 17.800 handeln wird, wobei ein fester Dollar die Verluste begrenzt.

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