ANZEIGE

Arabische Staaten verhindern US-Militärschlag gegen Iran

Intensive diplomatische Bemühungen von Saudi-Arabien, Katar, Oman und Ägypten haben einen drohenden US-Angriff auf den Iran abgewendet. Die Golfstaaten warnten vor weitreichenden regionalen Konsequenzen.

•• 2 Min
Arabische Staaten verhindern US-Militärschlag gegen Iran

Vier arabische Staaten haben in dieser Woche durch intensive diplomatische Gespräche einen angedrohten US-Militärschlag gegen den Iran verhindert. Saudi-Arabien, Katar, Oman und Ägypten führten über 48 Stunden Verhandlungen mit Washington und Teheran, wie ein Golf-Vertreter gegenüber Reuters mitteilte.

US-Präsident Donald Trump hatte einen Angriff auf den Iran wegen der Gewaltanwendung gegen Demonstranten angedroht. Am Donnerstag signalisierte er jedoch, dass er sich vorerst gegen einen Militärschlag entschieden habe, da die Tötungen im Iran nachließen.

Warnung vor regionaler Eskalation

Die vier arabischen Länder übermittelten Washington eine klare Botschaft: Jeder Angriff würde Konsequenzen für die gesamte Region haben – sowohl sicherheitspolitisch als auch wirtschaftlich. Dies würde letztendlich auch die Vereinigten Staaten selbst betreffen, erklärte der Beamte unter der Bedingung der Anonymität.

Gleichzeitig teilten die Vermittler dem Iran mit, dass jeder Vergeltungsangriff auf US-Einrichtungen am Golf Teherans Beziehungen zu anderen Ländern in der Region gefährden würde. Die diplomatischen Bemühungen konzentrierten sich darauf, die Rhetorik zu entschärfen und militärische Aktionen zu vermeiden, die eine größere regionale Instabilität auslösen könnten.

Besondere Rolle der Golfstaaten

Die Golfstaaten haben konkrete Sicherheitsbedenken: US-Militäreinrichtungen in ihren Ländern könnten in eine iranische Vergeltung hineingezogen werden. Zudem fürchten sie Angriffe auf Energieanlagen, die für die regionale Wirtschaft von zentraler Bedeutung sind.

Während Oman und Katar traditionell als Vermittler zwischen dem Iran und dem Westen auftreten, ist die Beteiligung von Saudi-Arabien und Ägypten bemerkenswert. Nach Jahrzehnten der Rivalität hatten Saudi-Arabien und der Iran 2023 eine Entspannung vereinbart. Riad ist bestrebt, sich auf seine wirtschaftlichen Prioritäten zu konzentrieren.

Ausblick auf weitere Diplomatie

Der Golf-Vertreter deutete an, dass diese diplomatischen Bemühungen letztendlich zu Gesprächen über den Streit um das iranische Atomprogramm führen könnten. Saudi-Arabien und Katar pflegen starke Beziehungen zur Trump-Administration, während Katar und Ägypten eng mit den USA an der Vermittlung im Gaza-Konflikt beteiligt sind.

Das Wall Street Journal hatte zuvor berichtet, dass Saudi-Arabien, Katar und Oman in Washington gegen einen Angriff lobbyiert hätten. Die beteiligten Länder äußerten sich zunächst nicht zu den diplomatischen Aktivitäten.

Us-Iran-KonfliktSaudi-ArabienGolfstaatenDiplomatieTrump

Meistgelesene News

  1. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  2. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  3. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  4. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg
  5. Ölpreis stabilisiert sich: USA und Iran prüfen gestaffelten Hormus-Deal

Disclaimer