Apple veröffentlicht Beta von Siri-KI vor iPhone-18-Marktstart
iOS 27 bringt neu gestalteten KI-Assistenten – Nutzer müssen sich für Beta anmelden.

Apple hat am Montag eine neue Version seiner iPhone-Software namens iOS 27 veröffentlicht. Diese enthält den neu gestalteten KI-Personalassistenten Siri, noch bevor die neuesten iPhone-Modelle in dieser Woche in den Handel kommen. Der neue Siri AI befindet sich nach Angaben des Unternehmens weiterhin in der Beta-Phase.
Nutzer müssen sich über die Einstellungen-App für die Testversion anmelden. Es kann sein, dass sie sich zunächst auf eine Warteliste setzen lassen müssen, um Zugang zu erhalten. Apple positioniert die kommenden iPhone-18-Modelle aufgrund ihrer schnellen Prozessoren und der darauf gespeicherten persönlichen Daten als ideal für künstliche Intelligenz.
Hintergrund und Technologie
Apple hatte den Siri-KI-Assistenten erstmals im Juni vorgestellt. Eine Version des bereits 2024 angekündigten, KI-gestützten Siri wurde im vergangenen Jahr verzögert. Im Vergleich zur Spitzentechnologie von Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Google setzt Apple auf kleinere Modelle, die es selbst entwickelt hat und die häufig auf den Chips seiner Smartphones und Laptops laufen können.
Für komplexere Siri-AI-Abfragen nutzt Apple das sogenannte „Private Cloud Compute“. Dieses basiert auf der Google-Cloud-Infrastruktur sowie auf Nvidia- und Intel-Chips. Zudem verwendet Apple Googles Gemini, um eigene Modelle zu entwickeln.
Nutzungslimits und Kosten
Apple gab an, dass einige seiner Siri-AI- und Apple-Intelligence-Funktionen, die seine Cloud-Server nutzen, täglichen Nutzungslimits unterliegen werden. Erweiterte Limits sollen „in Zukunft gegen Gebühr“ verfügbar sein. Dies deutet auf ein mögliches Abonnement-Modell für intensive Nutzer hin.
Funktionsumfang von Siri AI
Siri AI nutzt Large Language Models (LLMs), um lokale persönliche Daten eines Nutzers zu durchsuchen. Dazu gehören Textnachrichten, E-Mails und Kalendertermine. So kann der Assistent beispielsweise in den Nachrichten des Nutzers nach Adressen, Rezepten und Anleitungen suchen. Darüber hinaus kann er allgemeine Fragen beantworten und das Internet durchsuchen.
Auf Siri AI kann auch über eine neue Siri-App zugegriffen werden, die frühere Abfragen speichert. Im Gegensatz zu älteren Siri-Versionen können Nutzer auf die Antworten des Assistenten antworten, wodurch die Software gesprächiger wirkt.
Verfügbarkeit und Sprachen
Siri AI ist zunächst auf Englisch verfügbar. Bereits nächsten Monat soll Unterstützung für Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch folgen. Aufgrund regulatorischer Gründe wird Siri AI anfänglich nicht in der Europäischen Union oder in China verfügbar sein. Dies betrifft auch deutsche Nutzer, die vorerst nicht auf den neuen KI-Assistenten zugreifen können.
