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Whitehaven Coal steigert Quartalsproduktion und erwartet höhere Kohlepreise

Australiens größter unabhängiger Kohleproduzent übertrifft Erwartungen und prognostiziert strukturell steigende Preise für Koks- und Kraftkohle.

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Whitehaven Coal steigert Quartalsproduktion und erwartet höhere Kohlepreise

Whitehaven Coal hat im dritten Quartal die Markterwartungen bei der Produktion erfüllt und gleichzeitig eine optimistische Preisprognose für Kokskohle und Kraftkohle abgegeben. Die Aktie des in Sydney ansässigen Unternehmens legte nach Bekanntgabe der Ergebnisse am 28. April um bis zu 3,4 Prozent auf A$8,02 zu – der größte Intraday-Gewinn seit dem 13. April. Damit zählte das Papier zu den Top-Performern im breiteren australischen Marktindex.

Für das am 31. März beendete Quartal meldete Whitehaven eine geförderte Rohkohleproduktion (ROM) von 9,5 Millionen Tonnen. Das entspricht exakt den Konsensschätzungen des Analyseanbieters Visible Alpha und übertrifft den Vorjahreswert von 9,2 Millionen Tonnen. Australiens größter unabhängiger Kohleförderer profitierte dabei vor allem von den Tagebauen im Bundesstaat New South Wales.

Produktion in New South Wales legt deutlich zu

Die Betriebe in New South Wales verzeichneten im Quartal eine um 15 Prozent höhere Produktion. Demgegenüber sank die Förderung in Queensland – wo Whitehaven die 2023 von der BHP Group erworbenen Minen Blackwater und Daunia betreibt – um 9 Prozent. Als Ursache nannte das Unternehmen wetterbedingte Unterbrechungen. Die geografische Diversifikation des Unternehmens zeigt damit sowohl Stärken als auch Risiken.

Beim erzielten Durchschnittspreis konnte Whitehaven ebenfalls zulegen: Im Berichtsquartal erzielte das Unternehmen A$207 je Tonne beziehungsweise umgerechnet rund 148,77 US-Dollar je Tonne verkaufter Kohle. Im Vorquartal hatte der Wert noch bei A$190 je Tonne gelegen, im Vorjahreszeitraum bei A$203 je Tonne.

Strukturelles Defizit stützt Kokskohlepreise langfristig

Kokskohle ist der wichtigste Umsatzträger von Whitehaven. Das Unternehmen sieht die Preise für diesen Rohstoff durch zwei wesentliche Faktoren gestützt: Angebotsengpässe in Australien sowie eine stetig wachsende Nachfrage aus dem indischen Stahlsektor. Whitehaven erklärte, dass ein strukturelles Defizit in der weltweiten Produktion und eine gestiegene Nachfrage nach Seefrachtkohle aus Indien die Preise langfristig unterstützen dürften.

Auch für Kraftkohle – also Kohle zur Stromerzeugung – zeigt sich Whitehaven zuversichtlich. Das Unternehmen verwies auf eine starke langfristige Nachfrage nach hochwertiger Kraftkohle auf dem Seeweg sowie auf Angebotslücken, die durch Unterinvestitionen in neue Minen und die Erschöpfung bestehender Vorkommen entstehen. CEO Paul Flynn betonte zudem: „Höhere Preise für Kraftkohle gleichen die Auswirkungen gestiegener Dieselkosten mehr als aus" – und verwies dabei auf den jüngsten Preisanstieg infolge des Nahostkonflikts.

Jahresprognose bestätigt

Whitehaven bekräftigte, dass die Prognose für das Gesamtjahr unverändert bleibt. Das Unternehmen erklärte, auf Kurs zu sein, das Geschäftsjahr solide in der oberen Hälfte der prognostizierten Spanne abzuschließen. Für Anleger ist dies ein positives Signal: Trotz wetterbedingter Rückschläge in Queensland hält das Management an seinen Zielen fest und sieht sich durch die Preisentwicklung bei Koks- und Kraftkohle gut positioniert.

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