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Trump subventioniert Kohle: Energiewende wird gezielt sabotiert

US-Präsident zwingt Pentagon zu Kohlestrom-Verträgen und blockiert erneuerbare Energien mit Zöllen

2 Min
Trump subventioniert Kohle: Energiewende wird gezielt sabotiert

Donald Trump hat sich selbst zum "Champion der Kohle" ernennen lassen und treibt eine Energiepolitik voran, die wirtschaftlich fragwürdig erscheint. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus rechtfertigte der Präsident seine Förderung von Kohlekraft mit dem jüngsten Wintersturm, der über 200 Millionen Amerikaner betroffen hatte. Seine Behauptung: Kohle sei die verlässlichste Energiequelle gewesen.

Per Executive Order verpflichtete Trump das Pentagon, langfristige Stromlieferverträge mit Kohlekraftwerken abzuschließen. Dies bedeutet eine drastische Kehrtwende: 2022 bezogen US-Militäreinrichtungen noch 45 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen. Diese Entwicklung will der Präsident nun rückgängig machen.

Faktencheck widerlegt Trump-Aussagen

Trumps Behauptung, China nutze keine Windenergie, ist nachweislich falsch. Tatsächlich ist China Weltmarktführer bei der Windkraft-Nutzung. Auch in den USA sind es ausgerechnet republikanisch regierte Bundesstaaten, die rund 70 Prozent der Windenergie produzieren - ein Detail, das Trump verschweigt.

Die Regierung investiert nun Hunderte Millionen Steuergelder in Kohle-Subventionen. Betreiber werden gezwungen, veraltete Kohlekraftwerke am Netz zu halten, selbst wenn diese aus Rentabilitätsgründen abgeschaltet werden sollten. Gleichzeitig lockert die Administration Sicherheitsvorschriften für Bergarbeiter.

Gesundheitsrisiken für Bergleute steigen

Vonda Robinson von der National Black Lung Association warnt vor den Folgen für die Gesundheit der Bergarbeiter. Die Schwarzlungenkrankheit bleibt eine ernste Gefahr. "Wir müssen unsere Bergarbeiter wieder gesund machen", forderte sie. Die gelockerten Sicherheitsstandards könnten diese Problematik verschärfen.

Volkswirtschaftlich erscheint Trumps Kurs paradox: Nur noch rund 40.000 Menschen arbeiten landesweit im Kohleabbau - in Trumps erstem Jahr der zweiten Amtszeit sank diese Zahl sogar um etwa 1.000. Kohle verliert zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit, da andere Energieträger günstiger werden.

Sabotage erneuerbarer Energien

Um Kohle konkurrenzfähig zu halten, sabotiert Trump systematisch erneuerbare Energien. Er führte Zölle auf Solaranlagen-Komponenten ein, strich Steuervorteile für grüne Energie und widerrief Baugenehmigungen für Wind- und Solarparks. Diese Maßnahmen treiben die Preise für erneuerbare Energien künstlich nach oben.

Das Versprechen billiger Energie im Überfluss könnte sich als Bumerang erweisen. Während Trump Kohle fördert, verteuern seine Maßnahmen die Gesamtkosten der Energieversorgung. Demokratische Abgeordnete wie Paul Tonko kritisieren bereits, dass Wähler unter den Folgen dieser Politik leiden, da lebensrettende Umweltschutzmaßnahmen rückgängig gemacht werden.

TrumpKohleEnergiepolitikErneuerbare EnergienPentagon

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