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BHP prüft Rentabilität australischer Kohleminen wegen Lizenzgebühren

BHP und Mitsubishi untersuchen ihre Queensland-Kohleminen auf finanzielle Stabilität – Hintergrund sind umstrittene staatliche Lizenzgebühren.

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BHP prüft Rentabilität australischer Kohleminen wegen Lizenzgebühren

Die BHP Group und ihr Partner Mitsubishi Development haben einen formellen Prüfungsprozess eingeleitet, um die finanzielle Lage ihrer Kohleminen im australischen Bundesstaat Queensland zu bewerten. Auslöser sind anhaltende Bedenken gegenüber dem Lizenzgebührensystem des Bundesstaates. Dies berichten mit dem Joint Venture vertraute Personen, die anonym bleiben wollten, da der Prozess nicht öffentlich ist.

Die BHP Mitsubishi Alliance, an der beide Unternehmen jeweils zu 50 Prozent beteiligt sind, überprüft dabei jede Untertage- und Tagebaumine einzeln. Verglichen werden Kosten sowie die wirtschaftliche Verfassung der einzelnen Betriebe. Die Minen in Queensland warfen für BHP in den sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2024 laut dem Halbjahresbericht des Unternehmens keinen Gewinn ab. Der Anteil des Unternehmens an der Kohleproduktion des Joint Ventures belief sich in diesem Zeitraum auf 9,2 Millionen Tonnen.

Ein Sprecher von BHP verwies gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg auf frühere Erklärungen des Managements und wollte den laufenden Prozess nicht kommentieren. Bergbauunternehmen überprüfen ihre Vermögenswerte zwar regelmäßig – doch BHP hatte im vergangenen Monat die Belegschaft in einer internen E-Mail ausdrücklich gewarnt, dass die Minen in Queensland unrentabel seien.

Keine neuen Investitionen – Schließungen bereits eingeleitet

BHP-Vorsitzender Ross McEwan erklärte im vergangenen Monat auf einer Konferenz in Sydney, dass es im gesamten Kohlegeschäft des Bundesstaates „null" neue Kapitalinvestitionen geben werde. Was die aktuelle Überprüfung konkret für die einzelnen Minen bedeutet, bleibt vorerst unklar. Die Warnung des Managements und der Investitionsstopp deuten jedoch auf erheblichen Handlungsdruck hin.

Bereits im vergangenen September leitete BHP die Schließung seiner Mine Saraji South ein und strich rund 750 Stellen. Als Gründe wurden hohe Abgaben sowie schwache Marktbedingungen genannt, die den Betrieb mit geringen Margen unrentabel gemacht hätten. BHP betreibt in Queensland einige der weltweit größten und hochwertigsten Kokskohleminen – Rohstoff, der vor allem in der Stahlproduktion eingesetzt wird.

Umstrittenes Lizenzgebührensystem seit 2022

Im Zentrum des Konflikts steht eine Änderung des Lizenzgebührensystems durch die damalige Labor-Regierung Queenslands im Jahr 2022. Statt wie zuvor gewinnbasiert erhebt der Bundesstaat die Abgaben seitdem umsatzbasiert. Konkret gilt folgende Staffelung:

  • 30 % des Umsatzes pro verkaufter Tonne Kohle, wenn die Preise über A$225/t (rund $161/t) liegen
  • Bis zu 40 %, wenn die Preise A$300/t übersteigen

Auf dem Seeweg gehandelte Kokskohle aus Queensland wurde am 17. April bei über $230/t gehandelt – damit greift bereits der höhere Abgabensatz. Die Industrie kritisiert das System scharf, da es Unternehmen auch dann belastet, wenn die Gewinnmargen gering oder negativ sind. Die Änderung zielte ursprünglich darauf ab, höhere Einnahmen für die Staatsregierung zu generieren.

BHP wird voraussichtlich am 22. April seinen operativen Bericht für das am 31. März endende Quartal veröffentlichen. Anleger dürften dabei besonders auf Aussagen zur weiteren Strategie im Queensland-Kohlegeschäft achten.

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