Versace holt Pieter Mulier von Alaia als neuen Kreativdirektor
Prada-Tochter setzt auf belgischen Designer für Neuausrichtung der Traditionsmarke

Das italienische Modehaus Versace hat mit Pieter Mulier einen renommierten Designer als neuen Kreativdirektor gewonnen. Der Belgier wechselt im Juli von der Richemont-Marke Alaia zu Versace, das seit Dezember zum Prada-Konzern gehört.
Mulier verlässt Alaia nach seiner Show auf der Pariser Fashion Week im März. Seit 2021 leitete er die kreative Ausrichtung des Pariser Modehauses, das zum Schweizer Luxuskonzern Richemont gehört, zu dem auch der Juwelier Cartier zählt. Zuvor sammelte der Designer Erfahrungen als globaler Kreativdirektor bei Calvin Klein und als Design-Direktor bei Christian Dior.
Die Ernennung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für Versace. Nach der Übernahme durch Prada konzentriert sich der italienische Luxuskonzern auf die Neuausrichtung der Marke, die unter dem vorherigen Eigentümer Capri Holdings mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hatte. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer allgemeinen Nachfrageschwäche im Luxusgütersegment.
Strategischer Neuanfang für Versace
Lorenzo Bertelli, Sohn der Prada-Eigentümer Miuccia Prada und Patrizio Bertelli sowie geschäftsführender Vorsitzender von Versace, zeigt sich überzeugt von der Personalie. Mulier sei die richtige Person, um "das volle Potenzial von Versace freizusetzen und einen fruchtbaren Dialog mit dem starken Erbe der Marke zu führen", erklärte er.
Die Neubesetzung folgt auf den überraschenden Abgang von Dario Vitale, der Ende 2025 nach nur wenigen Monaten als Kreativdirektor das Unternehmen verließ. Mit Mulier setzt Versace nun auf einen erfahrenen Designer mit internationaler Reputation, um die Marke in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.
