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Vaxcyte-Aktie steigt nach Impfstoff-Vergleich mit Pfizer und Merck

Der Wirkstoff VAX-31 schützt vor 31 Stämmen – in der Studie an Erwachsenen ab 50 Jahren war er Prevnar 20 nicht unterlegen.

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Vaxcyte-Aktie steigt nach Impfstoff-Vergleich mit Pfizer und Merck

Die Aktie von Vaxcyte (Ticker: PCVX) ist am Montag auf ein fast zweijähriges Hoch geklettert. Auslöser war ein Studienergebnis zu dem experimentellen Pneumokokken-Impfstoff VAX-31 des Unternehmens: In einem direkten Vergleich erwies sich das Präparat als nicht unterlegen gegenüber den bereits auf dem Markt erhältlichen Impfstoffen von Pfizer (PFE) und Merck (MRK).

Konkret handelt es sich bei VAX-31 um eine Injektion, die vor 31 Stämmen jenes Erregers schützt, der Lungenentzündung, Meningitis und Bakteriämie auslösen kann. Die Studie wurde an Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter durchgeführt. Dort zeigte VAX-31 gegenüber Prevnar 20 von Pfizer und dem Präparat von Merck ein nicht unterlegenes Abschneiden, also ein Ergebnis, das den direkten Vergleich mit den bereits zugelassenen Präparaten bestand.

Was "nicht unterlegen" in der Forschung bedeutet

In der klinischen Entwicklung ist der Begriff "nicht unterlegen" (non-inferiority) ein klar definiertes Studienziel: Ein neuer Wirkstoff darf im Vergleich zu einer bereits etablierten Therapie nicht schlechter abschneiden als ein vorab festgelegter Schwellenwert. Gelingt dieser Nachweis, wertet der Markt das als Beleg dafür, dass der Kandidat mit den bestehenden Produkten mithalten kann. Für ein Unternehmen wie Vaxcyte, dessen Bewertung maßgeblich an der Entwicklungspipeline hängt, ist ein solches Ergebnis entsprechend kursrelevant.

Der direkte Vergleich ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil Vaxcyte damit gegen gleich zwei Schwergewichte der Pharmabranche antritt. Pfizer vermarktet Prevnar 20, Merck tritt mit einem eigenen Pneumokokken-Impfstoff gegen Pfizer an. Mit 31 abgedeckten Stämmen positioniert Vaxcyte seinen Kandidaten in einem Markt, in dem die Zahl der abgedeckten Erregerstämme als zentrales Wettbewerbsmerkmal gilt.

Einordnung für Anleger

Bemerkenswert ist die Reaktion des Marktes: Die Aktie erreichte am Montag ein Niveau, das sie zuletzt vor fast zwei Jahren gesehen hatte. Der Sprung auf ein solches Mehrjahreshoch zeigt, dass Anleger dem Studienergebnis großes Gewicht beimessen. Der Bericht von Investor's Business Daily stammt vom 5. Oktober 2026.

Einschränkend gilt jedoch: Der vorliegende Bericht nennt keine weiteren Details zur Studie. Angaben zu konkreten Immunogenitätsraten, zur Zahl der Teilnehmer, zu statistischen Kennzahlen oder zu den weiteren Entwicklungsphasen von VAX-31 enthält er nicht. Auch Zulassungszeitpunkte oder Umsatzprognosen werden nicht genannt.

Für deutsche Privatanleger, die in US-Biotechwerte investieren, ist das ein wichtiger Hinweis: Ein einzelnes Studienergebnis ist noch kein Markterfolg. Der Weg von einer erfolgreichen Vergleichsstudie bis zur Zulassung und Vermarktung eines Impfstoffs bleibt lang und ist mit regulatorischen Hürden verbunden. Der Ausgang der weiteren Studien sowie die Frage, ob und wann VAX-31 gegen Prevnar 20 und das Merck-Präparat konkurrenzfähig vermarktet werden kann, dürften den Kurs von Vaxcyte in den kommenden Monaten maßgeblich bestimmen. Die Aktie bleibt damit ein Titel mit hohem Chancen-, aber auch hohem Risikoprofil.

Kurzfristig steht für den Markt fest: Vaxcyte hat mit VAX-31 ein Signal gesetzt, dass sein wichtigster Impfstoffkandidat im direkten Vergleich mit den etablierten Produkten von Pfizer und Merck bestehen kann.

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