USA und Indonesien einigen sich auf Handelsabkommen mit Zollbefreiungen
Washington gewährt Jakarta zollfreien Zugang für Kokos- und Palmöl – im Gegenzug öffnet Indonesien seinen Markt für US-Waren.

Die USA und Indonesien haben am Donnerstag ein bilaterales Handelsabkommen unterzeichnet, das weitreichende Zollerleichterungen für indonesische Agrarprodukte vorsieht. Besonders profitieren soll der südostasiatische Inselstaat durch den zollfreien Zugang für Kokos- und Palmöl – zwei der wichtigsten Exportgüter Indonesiens.
Für die Mehrheit der indonesischen Produkte bleibt ein Basiszoll von 19 Prozent bestehen. Ausgenommen davon sind jedoch gezielt jene Lebensmittel und Agrargüter, die für die indonesische Exportwirtschaft besonders bedeutsam sind. Das geht aus dem offiziell veröffentlichten Text des Abkommens beider Regierungen hervor.
Indonesien öffnet Markt für US-Produkte
Im Gegenzug geht Indonesien erhebliche Zugeständnisse ein: Jakarta verpflichtet sich, die Zölle auf die meisten US-Waren vollständig aufzuheben. Darüber hinaus akzeptiert Indonesien US-amerikanische Normen und Regulierungen für eine breite Palette von Produkten – ein bedeutender Schritt, der US-Exporteuren den Marktzugang erheblich erleichtern dürfte.
Für deutsche und europäische Beobachter ist das Abkommen ein weiteres Signal, dass die USA unter handelspolitischem Druck gezielt bilaterale Vereinbarungen mit wichtigen Schwellenländern vorantreiben. Indonesien gilt als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Südostasiens und ist ein bedeutender Produzent von Palmöl, das weltweit in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie eingesetzt wird.
Das Abkommen könnte die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern nachhaltig neu ausrichten und dürfte auch Auswirkungen auf globale Rohstoffmärkte haben, insbesondere im Bereich der pflanzlichen Öle.
