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USA lehnen Zollpause kategorisch ab

Trump verschärft Druck auf China und sorgt weltweit für Börsenturbulenzen

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 USA lehnen Zollpause kategorisch ab

Das Weiße Haus hat Spekulationen über eine 90-tägige Aussetzung des US-Zollpakets als haltlos zurückgewiesen. Ein Sprecher nannte entsprechende Berichte „Fake News“. Die Diskussionen waren durch einen mittlerweile gelöschten Beitrag auf der Plattform X entfacht worden. Auch ein Vorschlag des Hedgefonds-Managers Bill Ackman, eine Pause zur Neuverhandlung der Handelsabkommen einzulegen, hatte für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass er China mit weiteren Zöllen in Höhe von 50 Prozent belegen werde, sollte Peking seine angekündigten Gegenzölle nicht zurückziehen. Gleichzeitig betonte er, viele Länder wollten mit den USA verhandeln. Gegenüber der EU kritisierte Trump, diese schirme ihre Autoindustrie nicht nur durch Zölle, sondern auch durch technische Vorschriften ab.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen US-Zölle zeigten sich bereits deutlich. Der DAX fiel um zehn Prozent, asiatische Börsen verzeichneten starke Verluste. In Tokio sank der Nikkei-Index um 6,5 Prozent, in Shanghai fiel der Leitindex um 5,4 Prozent. In den USA erwartet Goldman Sachs irreversible Schäden und erhöhte das Rezessionsrisiko. Auch die Deutsche Bank und JPMorgan warnten vor negativen wirtschaftlichen Folgen.

Der deutsche Finanzminister Jörg Kukies prognostizierte einen Rückgang der Exporte in die USA um bis zu 15 Prozent. In Luxemburg rief Wirtschaftsminister Robert Habeck zur Besonnenheit auf, betonte jedoch die Widerstandsfähigkeit Europas. Kanzler Olaf Scholz traf sich mit Vertretern von CDU, SPD und CSU, um eine koordinierte Reaktion abzustimmen. In Brüssel bereitete die EU erste Gegenzölle auf US-Produkte vor.

Japan, das von Sonderzöllen auf Autos betroffen ist, will ein Maßnahmenpaket schnüren, um Trump entgegenzukommen. Premierminister Ishiba forderte gleichzeitig den Abbau der Zölle und verwies auf Japans Rolle als bedeutender Investor in den USA. Auch Israel kündigte an, Handelshemmnisse abzubauen, um das Handelsdefizit mit den USA zu reduzieren.

Weitere Reaktionen kamen aus Mexiko, Kanada, der Afrikanischen Union und Taiwan. Die EU-Kommission bot den USA einen Deal zur Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter an. Gleichzeitig laufen innerhalb der EU Beratungen über digitale Vergeltungsmaßnahmen. Währenddessen warnt der Außenhandelsverband vor einem Rückgang des Wirtschaftswachstums und der Verlust von Arbeitsplätzen.

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